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Brasilianischer Kulturabend beim 7. Salão Transartes im Forum Brasil

23.08.2011 von Forum Brasil

Zum siebten Mal öffnet der brasilianische Salon – Salão Transartes – im Forum Brasil seine Türen. Am 3. September präsentieren Elisabeth Antônia Maria Tuchmann und João Eduardo Albertini vier erstklassige Acts. Musikalisch interpretiert das Duo Eutália de Carvalho und Horst Nonnenmacher aus der Musikgruppe Oloyé sowie das multikulturelle Duo Fluxduo mit der selbstkreirten „Comprovisation“. Schwung bringt die Tänzerin, Clown und Performancekünstlerin Xica Lisboa in den brasilianischen Salon. Begleitend zeigt der Maler und Fotograf Alexandre Loeb Caldenhof seine authentischen, schlichten Kunstwerke von Musikern. Neben dem Genuss für Augen und Ohren wird der Gaumen mit brasilianischem Köstlichkeiten verwöhnt.

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Video: Das Forum Brasil stellt sich vor

26.07.2011 von Forum Brasil

Dieses Video zeigt Bilder der Eröffnung des Forum Brasil in Kreuzberg vor 4 1/2 Jahren, die Aktivitäten der letzten Jahre wie die Arbeit mit Kindern, Workshops, Afoxé Loni, Konzerte, der Besuch von Mãe Beata und vieles mehr!

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“Karneval der Kulturen: Jeder investierte Euro bringt das Fünffache an Einnahmen”

16.06.2011 von Forum Brasil

Die Investionsbank Berlin (IBB) hat eine Studie veröffentlicht, die “die durch den Karneval der Kulturen generierten Wertschöpfungseffekte ermittelt”.

Das Ergebnis ist, dass durch den Karneval der Kulturen “in den vergangenen fünf Jahren ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt von insgesamt 53,2 Mio. EUR angestoßen” wurde.

Die Studie schreibt nicht nur dem Gewinn für den Einzelhandel, das Kultur- und Dienstleistungsgewerbe eine erhebliche Rolle zu, sondern berücksichtigt auch den Imagegewinn der Stadt Berlin.

“Der Karneval der Kulturen trägt wesentlich dazu bei, den Berlin-Hype in die Welt zu tragen.”

Quelle: Pressemitteilung vom 9. Juni 2011, Investitionsbank Berlin

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Afoxé Loni: Beitrag in der Sendung Klartext des RBB

09.06.2011 von Forum Brasil

Über den Karneval der Kulturen, die Presseerklärung von Afoxé Loni und die daraus entstandene politische Debatte haben mittlerweile einige Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Rundfunk berichtet.

Afoxé Loni und die finanziellen Sorgen der Karnevalsgruppen waren gestern Thema der Sendung Klartext des RBB (Rundfunk Berlin Brandenburg). Das Video dazu könnt ihr euch auf der Website anschauen.

Zu den Zweifeln der Journalisten über den Verbrauch des Geldes vom Senat, das in die komplette Logistik usw. fließt, möchten wir anmerken, dass es zu keinem Zeitpunkt unsere Intention war, das Karnevalsbüro der Werkstatt der Kulturen und seine Arbeit zu diskreditieren oder deren finanziellen Umgang zu kritisieren.

Soweit wir das beurteilen können, macht das Karnevalsbüro eine hervorragende Arbeit. Unser Anliegen richtet sich vielmehr an die politischen Entscheidungsträger und die vom Karneval profitierenden Wirtschaftsteile der Stadt Berlin, von denen wir uns Anerkennung und finanzielle Unterstützung für unseren kulturellen Beitrag zur Förderung der Wirtschaft und des Images der Stadt Berlin wünschen.

Wir freuen uns auf Sonntag und hoffen, dass ihr zahlreich erscheint, um gemeinsam mit uns, allen anderen Karnevalsgruppen, Besuchern und Bewohnern Berlins kulturelle Vielfalt zu zelebrieren.

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Politische Reaktionen auf Afoxé Lonis Aufruf

31.05.2011 von Forum Brasil

Vom Büro der Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Carola Bluhm erhielten wir folgende Reaktion:

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Senatorin beabsichtigt zu einer Gesprächsrunde einzuladen, um gemeinsam mit dem Veranstalter, Vertretern der Wirtschaft – insbesondere der Tourismusbranche, der Gastronomie und des Einzelhandels – zu beratschlagen, wie der Karneval der Kulturen zukünftig noch besser finanziell unterstützt werden kann. Dabei kann es sicher nur um die Finanzierung zukünftiger Jahre gehen.

Die Senatorin schätzt den Karneval der Kulturen ausdrücklich und verkennt nicht die Bedeutung des Karnevals für die Stadt und ihre Gäste. Es wird entscheidend sein, in welchem Maße es gelingt die Grundfinanzierung des Landes um weitere Drittmittel zu verstärken. Dabei würde die Senatorin Sie und die Organisatorinnen des Karnevals gern unterstützen.

Mit besten Grüßen
Ines Heuer- Sehlmann

Leiterin des Büros der Senatorin für
Integration, Arbeit und Soziales

 

Der Grüne Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele antwortete uns:

Danke für Ihren Brief und die Presserklärung. Ich werde sie weitergeben.

Ich kann verstehen, daß Sie sich oin dem heutigen Karneval der Kulturen nicht mehr richtig wiederfinden.

Vergleichbar erging es leider vielen Veranstaltungen, die in Berlin klein und originell anfingen und mit Bekanntheit und Erfolg sich immer mehr von den Gründungsideen und Urhebern entfernt haben.

Mit freundlichem Gruß

Ströbele

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Rückmeldungen auf den Ausstieg von Afoxé Loni aus dem Karneval der Kulturen

31.05.2011 von Forum Brasil

Auf die Veröffentlichung unseres offenen Briefes/Presseerklärung vom 20. Mai 2011 erhielten wir auch auf anderen Wegen zahlreiche Rückmeldungen, von denen wir einige auch hier veröffentlichen wollen.

 

Ulrike Düregger, Afro-Deutschen Spielgruppe Berlin schreibt:
Hallo liebes Team,
in meinem Namen und im Namen der “Afro-Deutschen Spielgruppe Berlin” beglückwünschen wir euch zum offenen Brief. Das ist wirklich ein Skandal und Ihr habt das sehr gut auf den Punkt gebracht in Eurem Schreiben!! Ich hoffe sehr, dass es Veränderungen geben wird und Ihr den Umzug vielleicht nächstes Jahr unter verbesserten Bedingungen wieder anführt. Einmal musste ich bei einem Umzug vor Rührung weinen, weil ihr den Umzug mit eurem so positiven Tanz so schön angeführt habt und mich dieses reinigende Ritual unheimlich berührt hat.

Toi toi toi für 2011 and hopefully many more to come!

 

Renate Witt, Frauenzentrum Schokofabrik e.V.:
Liebe Leute vom Emsemble Afoxe Lone,
über die Rund – e-mail von Frau Reinke habe ich erfahren, dass ihr nicht mehr am Karneval der Kulturen teilnehmen werdet. Wir tuen das als Projekt schon seit 12 Jahren nicht mehr. Ich finde die Entwicklung dieses Ereignisses auch sehr bedauerlich. Seit vier Jahren gehe ich persönlich nicht mehr hin. Richtig schimm wurde es seit der Fußball WM 2006. Leider ist der Karneval der Kulturen ein Beispiel von vielen, wie tolle alternative Projekte von der Stadt für Tourismuszwecke verramscht und kommerzialisiert werden und die BerlinerInner dabei außen vor bleiben.

 

Sofia schrieb uns:
nem dá pra imaginar o carnaval sem vocês.
será como um corpo sem pulsacâo.
espero sinceramente que os ventos mudem
de direcâo e que vcs. recebam tudo o que
merecem por este trabalho nâo somente
lindo de se ver, mas importantíssimo para
a “limpeza” anual das veias que transportam o
sangue bom desta metrópole em
transformacâo.
AXÉ!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
ONE LOVE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Imelda Wild, Religionswissenschaftlerin:
Liebe Freunde vom Forum Brasil,
es ist fantastisch eure Art und Weise einen Protest anzufangen, der irgendwann und irgendwie anfangen sollte! Denn so lange wir selber als Immigranten nicht eine Initiative ergreifen, wo wir mit unserer eigenen Stimme gegen zur Zeit erlebte Ungerechtigkeiten einsetzen, kann man nur leeres Gerede erwarten und deren Folgen weiterhin ertragen müssen, denn über Immigranten wird in der Öffentlichkeit und Politik genug diskutiert und dadurch in der Mehrheitsgesellschaft Vorurteile verbreitet aber eigentlich wenig direkt mit Immigranten und deren Organisationen gehandelt.
Man sollte den Karnaval eher in einen richtigen Umzugsprotest über die Situation der Immigranten in diesem Lande verwandeln.

 

Von Sidney Martins erhielten wir folgende Mail:
Parabéns Murah e toda a equipe do Afoxé Loni.
Genial iniciativa que trará coragem a tantos outros, seguramente. Diversas vezes fui convidado para participar com o meu grupo de capoeira, principalmente as crianças e desde a primeira reunião que tive na Werksttaten der Kulturen, percebi que não era de acordo com a forma de eles colocarem a participação dos grupos, como se fosse um favor para os participantes estarem ali se exibindo.
Essa decisão de vcs me da uma satisfação muito grande, pois vejo que essa minha pequena forma de protesto, que só interessa á mim, de não participar do carnaval da cultura, teve e terá como ponto inicial através dessa decisão de vcs um significado muito grande na forma de respeitarem e aceitarem a cultura dos imigrantes nesse papo de integração. Esse carnaval é uma boa forma de exploração sobre os imigrantes e de bom proveito para poucos.
Parabéns mais uma vez e se mantenham firmen na vossa decisão.

Von Felipe, El Patio e.V.:

Liebe Krista, Murah, Soro

wir sind einer der Ursprungsgruppen, die seit 16 Jahren -unter dem Namen El Patio e.V.- ehrenamtlich beim Karneval mitgewirkt haben. Nicht nur haben wir niemals eine finanzielle Hilfe für unsere Arbeit bekommen, voriges Jahr haben wir auch unsere feste Räume in Moabit verloren, der Senat für Integration wollte die niedrigen Mietkosten unserer Beratungsstelle für lateinamerikanische Migranten nicht mehr übernehmen… Nur einige wenige Menschen des Vereins werden aus diesem Grund dieses Jahr noch beim Karneval sein, als Gruppe Nr. 4 und unter den namen Tallercito (die Kulturgruppe vom Patio). Wir wollten euch hiermit unsere volle Unterstützung und Solidarität mit eurer Mitteilung aussprechen. Ihr liegt völlig richtig: es ist sehr symptomatisch für die berliner Kultur, das ein grosses, etabliertes Stadtfest nur durch die Selbstausbeutung von Musiker, Künstler und Darsteller ermöglicht wird !!!

Die Stadt sollte mindestens die Unkosten des Karnevals an die Gruppen erstatten. Ihr habt unsere volle Unterstützung.

 

Nico Venier schrieb:

Liebe Afoxe Loni Mitglieder, ich habe gerade mit Schrecken die PM auf Ihrer Internetseite gelesen dass Sie beim nächsten KdK nicht mehr dabei sein wollen. So sehr ich die Gründe verstehen kann,ich bin genauso Ihrer Meinung das der Senat für den Kdk endlich mal mehr Förderung fließen lassen soll, möchte ich sagen, bitte versuchen Sie trotzdem weiterzumachen!!!Der KdK wäre irgendwie nicht mehr dasselbe ohne den großen “Gute-Laune-Bringer” an der Spitze des Zuges.Vielleicht findet sich ja doch noch ein Weg das auch nächstes Jahr eine Teilnahme möglich ist.

 

Die Teilnehmerin Marion:

Liebe Krista, lieber Dudu, lieber Murah, eure Formation war wieder soo klasse heute – ihr müsst einfach weitermachen, ohne euch ist der Karneval der Kulturen nur halb so schön!! Ich hoffe sehr, ihr könnt etwas bewegen mit eurer Pressemitteilung und es wird in Zukunft eine ordentliche finanzielle Unterstützung von offizieller Seite geben – vielen Dank für eure tolle Arbeit!

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Afoxé Loni nimmt zum letzten Mal am Karneval teil – nicht ohne Grund!

26.05.2011 von Forum Brasil

 

Vielleicht habt ihr, liebe Leser, es schon mitbekommen:

Die Gruppe Afoxé Loni, die auf der Kooperation vom Forum Brasil e.V. und Musik und Tanz ohne Grenzen e.V./Percussion Art Center und insbesondere den Leitern der Gruppe Krista Zeißig, Murah Soares und Dudu Tucci fußt, und seit 15 Jahren den Berliner Karneval der Kulturen anführt, verabschiedet sich mit ihrer letzten Teilnahme am Umzug am 12. Juni 2011 – nicht ohne Grund!

Afoxé Loni ist, wie die meisten anderen teilnehmenden Gruppen, mit dem Geld und der Arbeit einiger weniger Menschen entstanden. 1996 begann das, was Berliner und zahlreiche Touristen aus Deutschland und Europa heute als Karneval der Kulturen kennen, als eine kleine Demonstration. Bereits ein Jahr später war Afoxé Loni mit dabei. Mit dem Anwachsen des Karnevals und der Zahl der Teilnehmer wurden die Kosten für die Gruppen immer höher. Auch heute noch zahlt jede Gruppe ihre Wagen, Kostüme, anfallende Gebühren, Probenräume und Technik aus eigener Tasche oder versucht sich über Sponsoren zu finanzieren. Doch trotz der Bemühungen auch des Karnevalsbüros um ausreichend Sponsoren, gehen viele Gruppen jährlich beinahe leer aus und müssen anfallende Kosten aus eigener Tasche bezahlen

Dabei ist der Karneval der Kulturen in Berlin mittlerweile so berühmt, dass er zahlreiche Touristen anzieht, die bei dem Spektakel dabei sein möchten – und genau hier liegt das Problem. Während die Stadt Berlin, die Stadtreinigung, Hotels, Gastronomie und viele andere vom Karneval der Kulturen profitieren, gehen die eigentlichen Protagonisten, die umherziehenden Gruppen, die in mühsamer Arbeit wunderschöne Kostüme gebastelt, Choreographien einstudiert und organisiert haben, leer aus und müssen sogar noch einiges draufzahlen.

Und ja, Berlin, die Multikulti-Stadt, bessert mit dem bunten Umzug auch noch ihr Image auf. Dabei gerät der Zweck der Veranstaltung jedoch in den Hintergrund. Die sich präsentierenden Gruppen sind nämlich nicht einfach “exotische” Clowns, die die Massen unterhalten sollen. Sie sind im alltäglichen Leben Teil der Stadtkultur, der Arbeits- und Lebenswelten von Berlin. Berlin ist bunt – Das soll der Karneval zeigen. Wenn genau diese Leute im Rahmen der Integrationsdebatte behandelt werden, als würden sie gar nicht zur Gemeinschaft gehören und ihr kultureller Beitrag kaum gewürdigt und stattdessen nur ausgenutzt wird, dann läuft doch etwas falsch.

Afoxé Loni und ihre Begründer und Leiter – Krista Zeißig, Dudu Tucci und Murah Soares – haben sich nach 15 Jahren ehrenamtlicher Arbeit entschlossen, in dieser großen Maschinerie nicht mehr mitzulaufen und sich gemeinsam mit Afoxé Loni auf eigene Projekte zu konzentrieren. Denn der Karneval der Kulturen raubt den Machern jedes Jahr viel Kraft und Energie, die sie zukünftig für “sinnvollere” Arbeit einsetzen möchten.

Wenn ihr euch für Afoxé Loni und sein Anliegen interessiert, könnt ihr Näheres in der offiziellen Presseerklärung von Afoxé Loni vom Freitag, den 20.05.2011 nachlesen und diese natürlich auch herunterladen und weiterleiten.

Glücklicherweise blieb das Anliegen von Afoxé Loni nicht ungehört und könnte vielleicht sogar zum Umdenken in der Kulturpolitik der Stadt Berlin führen. Nachdem in den letzten Tagen einige Zeitungen und Radiostationen über den Karneval der Kulturen, Afoxé Loni und die Probleme der Karnevalsgruppen berichteten, die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Carola Bluhm zu einer Gesprächsrunde zum Thema Finanzierung des Berliner Karnevals mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik einladen wird und der Grüne Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg Franz Schulz sich ebenfalls zu dem Skandal äußerte, sind wir – das Forum Brasil, das PAC Percussion Art Center und der dahinter stehende Verein Musik und Tanz ohne Grenzen e.V. und Afoxé Loni – voller Hoffnung auf eine bessere Unterstützung der Gruppen im Karneval der Kulturen. Wir freuen uns, dass der Karneval in diesem Jahr nicht nur eine bunte Parade ist, sondern auch eine Aussage vertritt und die Probleme der Protagonisten im Berliner Karneval der Kulturen nicht wie sonst in den Hintergrund rücken. Wenn ihr einzelne Gruppen finanziell oder mit Sachspenden unterstützen möchtet, dann könnt ihr euch auf der Website vom Karneval der Kulturen oder beim Karnevalsbüro der Werkstatt der Kulturen über benötigte Mittel der verschiedenen Gruppen informieren. Auch Afoxé Loni freut sich wie immer über Unterstützung!

Afoxé Loni bedankt sich bei allen Teilnehmern, ehrenamtlichen Mitarbeitern und dem Karnevalsbüro der Werkstatt der Kulturen für die Zusammenarbeit in den letzten Jahren. Alle sind herzlich eingeladen in diesem Jahr ein letztes Mal beim großen Umzug dabei zu sein. Wer gerne mitlaufen möchte, kann sich bei Dudu Tucci für den vorhergehenden Workshop und den Umzug anmelden.


 

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5. Salão Transartes im Forum Brasil

08.03.2011 von Forum Brasil

Es freut uns sehr, dass das Forum Brasil in Kreuzberg bereits zum 5. „Salão Transartes“ – Salon für brasilianische Künste – einladen darf.

An diesem Abend werden wieder die beiden Salonisten Elisabeth Antônia Maria Tuchmann und João Eduardo Albertini alle Brasilien Interessierte und Begeisterte auf eine musikalische und audiovisuelle Reise mitnehmen. In der gelungenen Mischung aus Musik und Literatur wird ein kleiner Teil der besonderen und vielfältigen Kultur Brasiliens wiedergespiegelt.

 

Es wird folgende moderne brasilianische Literatur im Salão vorgestellt: João Albertini trägt Gedichte der in Berlin lebenden Schriftstellerin Viviane de Santana Paulo vor. Elisabeth Tuchmann steht ihm dabei zur Seite als Sprecherin der deutschen Übersetzungen. Die Erzählung “Sem Ana, Blues” des 1997 gestorbenen Schriftstellers Caio Fernando Abreu wird einen weiteren literarischen Programmpunkt bilden. Die Übersetzerin Patricia Weiß-Bomfim bringt eine deutsche Version extra für diesen Abend mit.

Viviane de Santana Paulo

Viviane de Santana Paulo ist eine in Berlin lebende brasilianische Schriftstellerin. Sie wuchs in São Paulo auf und kam 1988 als Au-pair nach Deutschland. Anschließend studierte sie Vergleichende Literaturwissenschaften und Germanistik in Bonn. Im Jahr 2000 zog sie nach Berlin. Hier arbeitet sie in der Brasilianischen Botschaft und ist in der brasilianischen bzw. lateinamerikanischen Gemeinde sehr aktiv.

Viviane de Santana Paulo hat zunächst viele Kurzgeschichten und Gedichte geschrieben, die in der deutschen Zeitschrift ILA sowie in dem brasilianischen Internetmagazin Agulha Beachtung fanden. Sie schreibt auch unter verschiedenen Pseudonymen, z.B. Sofia d’Ávilla oder Luisa Negra, und ist für verschiedene deutsche und brasilianische Zeitschriften aktiv, in denen sie nicht nur ihre Primärtexte veröffentlicht, sondern auch über deutsche Literaten wie Ingeborg Bachmann oder Paul Celan, über  oder andere kulturelle Themen schreibt.

Werke sind u.a.: Passeio ao longo do Reno (2002), Estrangeiro de mim (2005), Als Sofia d’Ávilla: Nada de Novo no Mundo (2003)

 

Mit der Flötistin und Komponistin Marta Castello Branco und dem Gitarristen Marcio Pinho erklingen zum ersten Mal alte Chorinhos von Pixiguinha und Cartola auf der Salão-Bühne.

Marcio Pinho

Der eklektische brasilianische Musiker Marcio Pinho war schon als Komponist, Arrangeur, Sänger und Instrumentenspieler (elektrische Gitarre, Cavaquinho, 6- und 7-saitige akustische Gitarre) in verschiedenen Funk, Pop-Rock, Jazz, Samba de Gafieira und MPB Gruppen. Er hat an Workshops von einigen der berühmtesten Musiker teilgenommen, wie Leo Brouwer, Carlos Malta, Proveta, Carlos Barbosa-Lima und Thomas Fellow. Er besuchte den technischen Kurs für Popularmusik der Faculdade de Música do Estado do Espírito Santo (FAMES) und graduierte sich in Popularmusik an der Universidade Estadual de Campinas (UNICAMP), wo er mit den Dozenten Edu Visconti, Ulisses Rocha, Mário Campos und Hilton Valente studiert hat.

Marta Castello Branco

Die Flötistin Marta Castello Branco wurde im Jahr 1981 im Belo Horizonte geboren. Dort absolvierte sie einen Flöte und Musik Bachelor sowie einen Flöte Master. Sie wohnt zurzeit in Berlin, wo sie unter anderem mit dem deutschen “Beethoven meets Gulda” Orchestra aufgetreten ist.

 

Duo „voz e violão“ steht in Brasilien für musikalische Darbietungen einer Person mit Stimme (voz) und Gitarre (violão). Ganz im Sinne dieser brasilianischen Tradition teilen sich Gregor Zimball (violão – Gitarre) und Ina Frerichs (voz – Stimme) die Aufgaben und stehen damit in der Tradition des Zusammenspiels von Sängerin und „klassischem“ Gitarristen. Das Repertoire des Duos erstreckt sich von eigenen Songs über Klassiker der „Música Popular Brasileira“ bis hin zum Jazz. Auch Pop- und Folksongs sind Teil des Programms. Über das klassische Duo-Spiel hinaus benutzen die beiden studierten Musiker elektronische Sample- und Loop-Techniken, elektrische Gitarre und Percussioninstrumente wie Shaker, Pandeiro und Tambourim. Bei „Voz e violão“ treffen zwei Musikerpersönlichkeiten aufeinander, die großen Wert darauf legen, ihrer Musik Raum zu geben für immer wieder neue Interpretationen. So entstehen sowohl Momente größter Intimität als auch übersprudelnder Lebensfreude.

Gregor Zimball

Gregor Zimball studierte Jazzgitarre an der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ in Weimar und Klassische Gitarre an der Universität Hildesheim. Vor dem Jazzstudium verbrachte er 1995 ein Jahr in Brasilien und belegte Kurse mit den Schwerpunkten Komposition, Harmonielehre und Arrangement. Seit dieser Zeit reist er jährlich nach Brasilien, und spielte zahlreiche Konzerte.

Gregor Zimball hat sich sehr intensiv mit allen wichtigen brasilianischen Musikstilen befasst. In Deutschland unterrichtet er seit vielen Jahren brasilianische Musik und Jazz im Einzelunterricht und in Workshops. Der Kompositionsstil des Gitarristen und Komponisten wurde von seiner Zeit in Brasilien stark beeinflusst. Die Songs und der musikalischer Ausdruck Gregor Zimballs sind von beeindruckender Authentizität und werden durch die klare und warme Stimme der Sängerin Ina Frerichs zu einem perfekten Zusammenpiel.

Ina Frerichs

Sie verzichtet auf überflüssige Effekte und überzeugt durch Natürlichkeit. Ina Frerichs studierte Jazzgesang an der Universität der Künste Berlin (Diplom 2002). Die Komponistin, Bandleaderin und Pianistin des ‚Ina Frerichs Quartett’ war von 2002-2004 Dozentin für Jazzgesang an der Hochschule für Musik ‚Carl Maria von Weber’ in Dresden und ist heute Leiterin von Improvisationskursen für Klassiker an der Universität der Künste Berlin.

 

 

Wir freuen uns sehr über dieses spannende Programm und laden euch herzlich ins Forum Brasil ein am:

Samstag 12. März 2011

Beginn: 20:00 Uhr (Einlass: 19:00 Uhr)

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

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Afro-brasilianisches Kulturfestival im Forum Brasil

07.02.2011 von Forum Brasil

Ausstellung – Doku – Kulinaria – Gesänge – Musik  – Vorträge

Ein Projekt von Iê Ação Cultural aus Ribeirão Preto (Brasilien) zu Ehren von Solano Trindade  & Mario Curvello.

Samstag 19. Februar 2011

Kultur-Workshop von 12:30 – 19:30 Uhr

Am 19. Februar 2011 öffnet das Forum Brasil seine Pforten für alle Freunde, die sich für den kulturellen Austausch mit den diversen Segmenten der populären afro-brasilianischen Kultur interessieren.

Der 7-stündige Workshop wird durch Vorträge, Diskussionen, Ausstellungen, Dokumentationen, Gesänge, Essen und viel Spaß die Afro-brasilianische Kultur ins Forum Brasil bringen.

Mestre Pim-Pim, der den Workshop ausgedacht hat, praktiziert seit über 25 Jahren Capoeira und hat zudem noch selbst viele Capoeira-Schulen in Brasilien gegründet und in diesen unterrichtet. Er hat auch das Projekt “Iê Ação Cultural” gegründet, das verschiedene Events und Workshops in Rahmen der brasilianischen Kultur veranstaltet, wie jener, der auch bei uns stattfinden wird.

Mit dem afro-brasilianischen Kulturfestival hier im Forum Brasil, möchte Pim-Pim nun auch den Berlinern ein Stück weit die brasilianische Kultur näher bringen. Ob mit anregenden Diskussion (natürlich auch mit Übersetzung) als auch über den Gaumen mit speziellen brasilianischen Gerichten und Getränken. Es soll gelacht getanzt und gesungen werden – ein ausgelassener Tag, um für alle Interessierten und schon längst Brasilien-Liebenden dem größten Südamerikanischen Staat näher zu sein.

Wir freuen uns auf Euch!

Weitere Informationen auf unserer Forum Brasil Website.

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Radio-Feature anlässlich des 80. Geburtstags von Mãe Beata de Yemanjá

18.01.2011 von Forum Brasil

Die brasilianische Candomblé-Priesterin, Frauenrechtlerin und Autorin aus Rio de Janeiro Mãe Beata feiert in diesen Tagen ihren 80. Geburtstag. Anlässlich ihres Ehrentages würdigt der rbb in einem 30-minütigen Radiofeature ihr Lebenswerk. Anzuhören ist der Beitrag heute (18. Januar 2011) um 19:00 Uhr im Radio oder per Livestream im Internet auf der rbb Website.

Seit Jahrzehnten engagiert sich Mãe Beata gegen religiöse Intoleranz, Diskriminierung aller Art, Rassismus, Gewalt gegen Frauen und gegen die Unterdrückung von Minderheiten besonders auch von Schwulen und Lesben. Hierfür erhielt sie vielfache nationale Auszeichnungen und internationales Renommee. Mãe Beata wurde als erste Vertreterin der afro-brasilianischen Religionen vom brasilianischen Bundessenat mit dem renommierten Frauen-Rechts- Preis „Mulher-Cidada Bertha Lutz 2007„ für ihr Lebenswerk geehrt. Der Bertha-Lutz-Preis wird jährlich an Frauen verliehen, die sich in herausragender Weise für die Bürger- und Menschenrechte sowie politischen Rechte der brasilianischen Frauen einsetzen.

Initiiert noch von der letzten in Brasilien lebenden afrikanischen Prinzessin Olga de Alaketu hat Mãe Beata in einem Vorort von Rio de Janeiro 1985 ihren eigenen Candomblé-Tempel aufgebaut, den sie bis heute leitet. Mãe Beata ist zutiefst mit dem im Forum Brasil beheimateten Candomblé-Tempel Ilé obá sileké von Babalorixá Murah Soares verbunden, den sie 2008 als direkte Repräsentanz ihres Tempels in Europa weihte.

In der Radiodokumentation über Mãe Beata werden Aufnahmen von ihr aus dem Forum Brasil zu hören sein ebenso wie Interviews u.a. mit Murah Soares, Martin Titzck und Reiseteilnehmerinnen von der Studienreise des Forum Brasils nach Brasilien im vergangenen Oktober, bei der die Reisegruppe auf Einladung von Mãe Beata zwei Tage in ihrem Tempel verbringen durfte.

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