26.07.2010 von Forum Brasil
Wir haben schon einmal über die afro-brasilianische Religion Candomblé geschrieben, die von Sklaven aus West-Afrika nach Brasilien gebracht wurde. In dieser werden etwa 16 Gottheiten verehrt. Diese Naturgötter heißen Orixás. Sie treten als Vermittler auf zwischen Olorin, dem obersten göttlichen Prinzip und uns, den Menschen. Die Kultstätten des Candomblé heißen „Terreiros“. An oberster Stelle stehen entweder eine Priesterin (Yalorixá) oder ein Priester (Babalorixá), die alle Rituale durchführen. Jeder Mensch hat nach dem Candomblé Qualitäten mindestens eines Orixás. Welcher Orixá zu einem gehört, kann die Yalorixá oder der Babalorixá durch das Kaurimuschel-Orakel (jogo de búzios) herausfinden. Die Orixás sind den Menschen sehr ähnlich und haben auch Schwächen oder können sich irren. Demgegenüber besitzen sie mystische Eigenschaften.

Jedem Orixá werden außerdem ganz bestimmte Attribute zugeordnet, z.B. eine Farbe, ein Metall, ein Wochentag, eine Lieblingsspeise oder bestimmte Trommelschläge. Die meisten Gottheiten erfüllen konkrete Funktionen. Xangó gilt z.B. als Krieger. Zu seinen Ehren wird am 31. Juli 2010 ein öffentliches Ritual im Forum Brasil stattfinden. Xangó ist der Orixá des Donners, Blitzes und der Gerechtigkeit. Als sein Symbol gilt die Doppelaxt aus Kupfer, seine Farbe ist rot, sein Stein der Rubin. Der Mittwoch ist ihm als Tag zugeordnet. Lügner bestraft er mit seinen Blitzen und er rächt die von Ungerechtigkeit betroffenen Menschen. Xangó ist außerdem verantwortlich für die Verwaltung und das Rechtswesen. Die Mythen erzählen, er sei ein König, der zum Gott wurde.
Am darauf folgenden Sonntag, dem 01. August 2010, gibt Murah Soares im Forum Brasil den Workshop „Kraft der Götter“, wo er einen Einblick in die rituellen Tänze und Gesänge der Orixás gibt. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen am „Tanz mit den Göttern“ teilzunehmen. Mehr Infos dazu gibt es auf der Seite vom Forum Brasil.
Ritual zu Ehren Xangó:
Samstag, 31. Juli 2010
Beginn: 14:30 Uhr
Workshop “Kraft der Götter” mit Murah Soares:
Sonntag, 01. August 2010
12:00 – 16:00 Uhr
Bitte zu beiden Veranstaltungen in weißer Kleidung erscheinen!
Schlagwörter:Candomblé, Forum Brasil, Orixá, Ritual, Workshop, Xangó
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17.06.2010 von Wendy Koenig
Freitag Abend schon etwas vor? Außer vielleicht sich über ein vermutlich erneut glorreiches Spiel unserer deutschen Nationalmannschaft zu freuen. Nein? Dann haben wir hier wieder einmal einen mindestens ebenso unterhaltsamen Veranstaltungstipp!
“Os Caiporas” – ist eine buntgemischte Band, deren Sounds stark von brasilianischen Rhythmen beeinflusst wurde. Sie ist vor einigen Jahren durch die Initiative des brasilianischen Künstlers Hidemburgo Hipolito de Oliveira entstanden und kann seither viele erfolgreiche Auftritte verzeichnen.
Hidemburgos Karriere selbst hat schon einige Jahre mehr auf dem Buckel: 1982 gelang es dem Brasilianer erstmals mit seiner Leidenschaft beim Karneval in Recife (Brasilien) ein wenig Geld zu verdienen. Gute zehn Jahre später stand er bereits gemeinsam mit Robertinho de Recife und dem jungen brasilianischen Sinfonieorchester auf Rio de Janeiros Bühnen. Vor gut 16 Jahren hat es Hidemburgo dann nach Deutschland verschlagen – und hier ist er geblieben. Die brasilianischen Rhytmen hat er bei dieser Entscheidung jedoch nicht hinter sich gelassen. Die Klänge seiner Musik umfassen die unterschiedlichsten, vor allem brasilianischen, Musikstile: Darunter Frevo, Maracatú, Ciranda, Coco, Forró, Afoxé, Caboclinho, Funk, Mangue Beat und Jazz. Diese ungewöhnliche Mischung scheint gelungen, denn sie wurde bereits dreifach mit dem Preis „Musicapopulare“ ausgezeichnet.
Neben seiner Band “Os Caiporas”, deren Klänge ihr kommenden Freitag live im Forum Brasil erleben könnt, gründete der Brasilianer außerdem vor vielen Jahren die Gruppe „Boi da Caipora Doida“, mit welcher er seit stolzen 13 Jahren beim Berliner Karneval der Kulturen teilnimmt.
Beim Auftritt von „Os Caiporas“ im Forum Brasil werden neben Hidemburgo auch Denis (E-Gitarre), J. Junior (Percussion) sowie Nei (Schlagzeug) auf der Bühne stehen. Eine musikalische Kostprobe bekommt ihr auf MySpace!
Wem’s gefällt: Diesen Freitag (18.Juni 2010) um 20 Uhr im Forum Brasil gibt’s mehr davon!
Schlagwörter:Gitarre, Jazz, Konzert, live, Musik, Percussion
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20.05.2010 von Wendy Koenig
Diese Woche bekommt ihr wieder einmal die Chance die brasilianische Kultur hautnah mitzuerleben. Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro, weltweit renommierte Ethno-Linguistin der Universität Salvador in Brasilien, wird bei uns im Forum Brasil einen spannenden Vortrag über„Afrikanische Einflüsse in der Alltagskultur Brasiliens“ am Beispiel 3 großer Candomblé-Priesterinnen aus Salvador da Bahia halten. Als Begleitprogramm – quasi zum sinnlichen Erleben des Vorgetragenen – wird die Veranstaltung eingerahmt durch die Aufführung von afro-brasilianischer Musik und Tanz durch die in Berlin lebenden brasilianischen Künstler Murah Soares & Parana Bomfim.

Der Einfluss verschiedener Kulturen aufeinander ist nicht etwa ein ausschließlich moderner Prozess der Globalisierung. Vielmehr ist es ein Prozess der quasi schon immer -mal mehr, mal weniger intensiv- stattgefunden hat und folglich auch in Zukunft stattfinden wird. So ist zum Beispiel die brasilianische Kultur stark durch afrikanische Einflüsse geprägt, die durch die versklavten Menschen aus Westafrika nach Brasilien gelangt sind. Speziell auf dieses Thema wird Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro, profunde Kennerin dieser Ströme in anschaulicher und zugleich unterhaltsamer Art am Mittwoch den 26. Mai 2010 eingehen, indem sie die kulturellen Ausprägungen afrikanischen Ursprungs in Brasilien aufzeigt und somit deren historischen Wurzeln verdeutlicht. Mit der Intention die unbeschreiblich facettenreiche brasilianische Kultur auch abseits von Stereotypen in Deutschland bekannt werden zu lassen wird sie insbesonders auf das Leben und die Lebenswerke drei großer Candomblé-Priesterinnen aus Salvador da Bahia eingehen.
Nutzt diese kostenlose Möglichkeit euer Weltbild zu erweitern und diskutiert mit uns am Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 19.30 Uhr dieses spannende Thema.
Schlagwörter:Afrika, Brasilien, Forum Brasil, Musik, Tanz, Vortrag
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06.05.2010 von Wendy Koenig
Du möchtest dieses Wochenende unbedingt etwas Außergewöhnliches erleben, aber weißt noch nicht genau was? Dann haben wir hier genau den richtigen Tipp für dich!
Lange Zeit blieb die erfolgreiche Sängerin Fátima Lacerda Berlins Bühnen fern. Doch nun ist es endlich wieder soweit! Wir freuen uns sehr, ihr großes Comeback in unserem interkulturellen Zentrum Forum Brasil präsentieren zu dürfen:
Fátima Lacerda & Zé Eugênio
Música Popular Brasileira & Latin Jazz
Freitag, 14. Mai 2010
Um 20 Uhr
(Einlass 19:30 Uhr)
Die Kreuzberger Exilbrasilianerin kam im Jahr 1988 in das damals noch geteilte Berlin. Inspiriert durch neue Musikrichtungen während ihrer dortigen Gesangsausbildung entdeckte die Brasilianerin eine neue Leidenschaft: Die Jazzmusik. In Kombinationen mit den vielseitigen Klängen ihrer Heimat ist daraus ein ganz eigener und außergewöhnlicher Stil entstanden: melancholische Jazzballaden, rhythmische Scat-Experimente, lustvoll-banaler Funk und ein obligatorischer Samba.
In ihrem ersten Debüt- Album „Face to Faces“ ist es der vielseitigen Interpretin schließlich gelungen, ihren unterschiedlichen Einflüssen und Talenten Ausdruck zu verleihen, nicht zuletzt aber auch den einen oder anderen Titel, der schon länger auf ihrer Wunschliste stand, aufzunehmen. Auch die nun vergangene musikalische Pause blieb selbstverständlich nicht ungenutzt. Fátima entwickelte sich weiter und erweiterte außerdem ihr Repertoire. Veränderungen auf die wir gespannt sein dürfen!
Ein musikalisches Ereignis, welches man als Fan brasilianischer Rhythmen nicht verpassen sollte.
Schlagwörter:Berlin, Brasilien, Fátima Lacerda, Jazz, Konzert, Música Popular Brasileira, Musik
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27.04.2010 von Wendy Koenig
Die Temperaturen steigen, das Jahr schreitet voran. Was bedeutet das für uns?
Bald feiern wir wieder den legendären Karneval der Kulturen in Berlin! Auch ihr könnt dieses Jahr wieder live dabei sein und mit Afoxé Loni den großen Karnevalsumzug ganz vorne als ersten Block mit anführen. Ein Erlebnis, dass ihr so schnell nicht vergessen werdet – versprochen! Infos zu Terminen, Anmeldung und Teilnahmegebühren gibt es auf der Website von Afoxé Loni.
Das Projekt Afoxé Loni ist aus den Ideen und dem Ergeiz drei kreativer Köpfe entstanden. Die professionellen Percussionisten und Musiklehrer Krista Zeißig und Dudu Tucci initiierten im Jahre 1997 gemeinsam mit dem gebürtigen Brasilianer und Tänzer Murah Soares dieses wundervolle Projekt und übernehmen seither die Organisation der Gruppe.
Seit dem Tag der Gründung konnten die drei Künstler viele Erfolge verzeichnen.
Abgesehen davon, dass sie seither jedes Jahr mit c.a. 80 Tänzern und 80 Trommlern am Karneval der Kulturen in Berlin teilnehmen, hat das Projekt mittlerweile auch in Manchester, Dublin und Mailand stattgefunden.
Aber dabei sollte es nicht bleiben. Mit einer ca. 25 Personen großen Gruppe hat Afoxé Loni im Jahr 2000 vor dem Berliner Reichstag zur 10 Jahresfeier der Wiedervereinigung, zum Abschlussfest der Expo 2000 in Hannover und 2004 zur Eröffnung des Olympiastadions in Berlin gespielt.
Werdet auch Teil eines solchen Ereignis und meldet euch ganz schnell bei Afoxé Loni an!
Schlagwörter:Afoxé Loni, Berlin, Dudu Tucci, Karneval der Kulturen, Krista Zeissig-Tucci, Murah Soares
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21.04.2010 von Wendy Koenig
Auch kommendes Wochenende werden es eure Ohren euch danken, wenn ihr dem Forum Brasil einen Besuch abstattet! Freitag, den 23. April präsentieren wir euch nämlich eine brasilianische Live-Performance der ganz besonderen Art von den Künstlerinnen Debora Saraiva und Monica Besser.
Geboren in den Samba-Schulen São Paulos wurden Debora Saraiva die brasilianischen Sambarhytmen quasi in die Wiege gelegt. Entsprechend früh entdeckte die Brasilianerin ihre Leidenschaft für Musik und Poesie. Im Alter von 16 Jahren lernte Debora den Intendanten Ilo Krugle kennen und ergründete mit diesem ihr Interesse für die Welt des Theaters. Aus der folgenden langjährigen Zusammenarbeit entwickelte sich eine innige Freundschaft.
Mittlerweile lebt die Musikerin seit 4 Jahren in Europa. Seither tourte sie durch diverse Länder der Welt wie zum Beispiel Mexiko, Holland, Italien, Kroatien, Belgien, Südkorea, Polen u.v.m., begleitete verschiedne große Künstler und gab außerdem Percussion Workshops. Dieses Wochenende wird sie gemeinsam mit Monica Besser uns in Berlin die Ehre erweisen!
Die 31-jährige Monica Besser zeichnet sich insbesondere durch den einzigartigen Klang ihrer Stimme aus. Auch sie entdeckte früh ihre Leidenschaft für die Musik. Bereits im Alter von 14 Jahren war die Sängerin und Komponistin in Rios Musikszene nicht mehr unbekannt. Sie nahm an allerhand musikalischen Projekten und Produktionen mit renomierten Musikern teil und sammelte dabei zahlreiche Erfahrungen in Messen, Musikveranstaltungen, Radio, TV, Theater und Soundtrack-Produktionen.
Im Jahr 2007 verbrachte Monica 6 Monate auf Europa-Tournee. Bis heute hat sie schon über 100 Songs komponiert. Gefördert und unterstützt durch Perfeito Fortuna, welcher zu den größten Produzenten in Brasilien zählt, veröffentlichte die Sängerin schließlich ihr erstes eigenes Album „Monica Besser“. Mit Erfolg: Der Song „Vem Pra Ficar“ zum Beispiel wurde im Jahre 2008 zur Titelmusik der Telenovela „Beleza Pura“ des größten brasilianischen Fernsehsenders Rede Globo ausgewählt und fand außerdem Platz auf dem Soundtrack zur Serie neben Songs anderer bekannter brasilianischer Künstler wie Paulinho da Viola, Skank, Ney Matogrosso, Seu Jorge und Céu.
Die Veranstaltung beginnt um 20.00 Uhr.
Einlass ist um 19.30 Uhr. Wir freuen uns auf euch!
Schlagwörter:Berlin, Debora Saraiva, Konzert, Monica Besser, Musik, Percussion, Samba
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11.04.2010 von Wendy Koenig
Jeder der einmal in Brasilien gewesen ist, ist sicher auch dieser unbekannten, grünen Dose und seinem süßen Inhalt begegnet: Guaraná!
Den Geschmack von Guaraná kann man nur hassen oder lieben. Für all diejenigen unter euch, die zur letzteren Gruppe gehören und zudem seit ihrer letzten Brasilienrückkehr nicht mehr in den Genuss dieser brasilianischen Köstlichkeit gekommen sind (weil sie schlichtweg nicht wussten, wo das Getränk zu bekommen ist), haben wir hier einige Adressen gesammelt, die mit Sicherheit euren Durst löschen werden:
- Aqui Espana – Kantstraße 34, 10625 Berlin (Charlottenburg)
- Mitte Meer – Invalidenstraße 50, 10557 Berlin (Mitte)
- Café do Brasil – Mehringdamm 72 10961 Berlin (Kreuzberg)
- Brasil Brasileiro – Kurfürstendamm 151, 10709 Berlin (Charlottenburg)
- BR 101 – Torstr. 69, 10119 Berlin (Mitte)
- A Livraria – Torstr. 159, 10115 Berlin (Mitte)
- La Bottega del Gelato – Adalbertstr. 96, 10999 Berlin (Kreuzberg)
Sicher gibt es in Berlin, aber auch im Rest Deutschlands noch viele weitere Adressen, wo Guaraná zu finden ist! Eure Hilfe ist also gefragt. Falls ihr Orte kennt (gerne auch außerhalb Berlin), an denen das Erfrischungsgetränk käuflich zu erwerben ist, informiert uns gerne und wir fügen die Adresse der Liste hinzu!
Noch ein paar kleine Infos zur “richtigen” Guaraná:
Eine Guaraná im eigentlichen Sinne ist eine aus dem Amazonasgebiet stammende Pflanze, genauer gesagt eine Lianenart. Bei dem Bestandteil der Guaraná-Pflanze, welcher zum Beispiel im gleichnahmigen Erfrischungsgetränk verwendet wird, handelt es sich um die getrockneten Samen.
Guaranáextrakte erhalten ungewöhnlich viel Koffein. Sogar mehr als Kaffee oder Tee. In Verbindung mit dem Zucker im Getränk handelt es sich demnach um einen richtigen Wachmacher!
Schlagwörter:Adressen, Berlin, Brasilien, Getränk, Guaraná, Pflanze
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01.04.2010 von Wendy Koenig
Seit einigen Tagen hat uns der eiskalte Winter endlich den Rücken zugekehrt. Die Menschen verlassen ihre dunklen Wohnungen, um Draußen die ersten Sonnenstrahlen zu genießen. Die Luft duftet nach Frühling, die ersten Knospen erblicken das Licht der Welt und die Leute verstauen mit Freude ihre dicken Wintermäntel wieder im Keller. Der beste Zeitpunkt für den Berliner Salon brasilianischer Künste “Salão Transartes”.
Am 17. April 2010 geht unsere kleine brasilianische Konzertreihe in die zweite Runde. Nach einem gelungenen Konzertabend im vergangenen Winter laden Elisabeth Antônia Maria Tuchmann und João Eduardo Albertini ein zweites Mal ins Forum Brasil in Berlin Kreuzberg ein, um einen Abend bei gemütlicher Atmosphäre und brasilianischer Musik zu verbringen.
Unterschiedlichste brasilianische und deutsche Künstler stellen an diesem Frühlingsabend ein buntes Programm auf die Beine und erweisen uns mit ihren künstlerischen Fähigkeiten die Ehre:
Der Fotograf Fernando Miceli wird an diesem Abend eine Dokumentation über den “Ilê Ashé Oyá” – den ersten Candomblé Tempel Deutschlands präsentieren. Ergänzend hierzu wird Parana Bomfim die Präsentation mit zeitgenössischen Kompositionen perkussiver afro-brasilianischen Musik untermalen.
Selbstverständlich wird auch die Gastgeberin und Sängerin Elisabeth Tuchmann wieder persönlich einen Beitrag zum Programm leisten. Gemeinsam mit Martin Klenk am Cello wird das Duo Jazz und brasilianische Klänge gekonnt miteinander vereinen.
Aber damit noch nicht genug. Ein weiteres musikalisches Duo wird uns an diesem Abend mit ihrer Anwesenheit erfreuen. Die in São Paulo geborene Künstlerin Yara Linss lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Deutschland. Die Melodien des Berliner Kontrabassisten Klaus Sebastian Klose bilden einen angenehmen Kontrast zu den Klängen der jungen Bossa Nova Stimme.
Abschließend wird der Sänger, Gitarrist und Komponist Hans Limburg verschiedenste musikalische Stilrichtungen miteinander kombinieren: Groovende brasilianische Bossa Novas, mitreißende Sambas und internationale Standards, gemixt mit einem Hauch Brazil-Jazz.
Aber was nützt es über schöne Melodien und und kontrasteiche Klänge zu lesen. Kommt vorbei und lasst euch persönlich von den talentierten Acts überzeugen!
Schlagwörter:Berlin, Bossa-Nova, Brasilien, Frühling, Konzert, Salao Transartes
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22.03.2010 von Wendy Koenig
Zur Abwechslung gibt es heute einen Buchtipp.
“Ein Brasilianer in Berlin” von João Ubaldo Ribeiro
Anfang der 1990er Jahre wurde der Schriftsteller João Ubaldo Ribeiro vom “Deutschen Akademischen Austauschdienst” (DAAD) nach Berlin eingeladen, um vorerst seine dort erlebten Erfahrungen in verschiedenen Zeitungsbeiträgen darzustellen. Wieder in seiner Heimat Brasilien angekommen verfasste Ribeiro seine Erlebnisse in einen Buch zusammen.
Empfohlen wurde mir das Buch vor ein paar Jahren während meines Aufenthalts in Brasilien von einem Brasilianer, der selbst einmal ein Jahr in Berlin verbracht hat. “Einige Situationen werden dir bekannt vorkommen” sagte er damals zwinkernd zu mir.
“Ein Brasilianer in Berlin’, das sind die Innenansichten eines Außenseiters: der Autor von ‘Brasilien, Brasilien’ erzählt in 15 Kolumnen wunderbar leicht und liebevoll-ironisch von seinen Eindrücken, Beobachtungen und Erfahrungen mit den Deutschen, die er während eines einjährigen Aufenthalts 1990 in Berlin machte – im ersten Jahr nach der deutschen Wende.”
Er schreibt sowohl über widerlegte, als auch bestätigte Klischees – und dies auf eine überaus charmante Weise. Ob man möchte oder nicht, Ribeiro schafft es uns über unsere eigenen Eigenarten schmunzeln zu lassen. Ähnlich amüsant ist die Art und Weise, wie er das Brasilienbild der Deutschen beschreibt:
“Eins habe ich während meines Aufenthaltes hier in Berlin gelernt: Ich werde erst wieder in Deutschland antreten, nachdem ich einen Kurs über Amazonien belegt und mindestens eine grundlegende Biographie über die brasilianischen Indianer gelesen habe. Es kann hier nämlich ganz schön schwierig werden für Brasilianer wie mich, die nichts von Amazonien und den Indianern verstehen. Wenn sie von meiner Unwissenheit erfahren, sind einige Deutsche derart empört, dass sie sofort jedes weitere Gespräch mit mir aufgeben. Andere, vielleicht ist das die Mehrheit, wollen mir das schlichtweg nicht abnehmen, hören nicht auf meine abschlägigen Antworten und reden einfach weiter, so dass die Unterhaltung schizophrene Züge annimmt.”
Die 15 vergnüglichen Kolumnen sind sehr angenehm lesbar. Das Buch ist in jedem gut sortierten Buchladen zu finden und kostet im Suhrkamp Verlag nur 6,50 €. Ein Muss für alle Brasilienliebhaber und Brasilianer, die einen Bezug zu Deutschland haben.
Schlagwörter:Berlin, Brasilien, Buch, Literatur, Wende
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19.03.2010 von Wendy Koenig
Heute möchten wir euch einen ganz besonderen brasilianischen Film vorstellen. Einer unserer persönlichen Favoriten.
November letzten Jahres fand im Haus der Kulturen der Welt in Berlin das brasilianische Filmfestival “Première Brasil” statt. Eröffnet wurde dieses kulturelle Ereignis mit einem Konzert von dem über die Grenzen Brasiliens hinaus bekannten “Gilberto Gil”. Die folgenden zehn Tage wurden Filme verschiedenster noch unbekannter Filmemacher in einem breitgefächerten Programm präsentiert.
Einer dieser gezeigten Filme hat uns ganz besonders gefallen: ESTÔMAGO (A Gastronomic Story)
Brasilien 2007, 112 min, OmE
Im „großen Restaurant des Lebens“ gibt es die, die essen und jene, die gegessen werden.
Raimundo findet einen alternativen Weg: er kocht. Erst in einer armseligen Bar, dann in
einem Italienischen Restaurant und letztendlich im Gefängnis, wo er erneut lernt, sich in
einer radikal geteilten Gesellschaft über Wasser zu halten. Estômago, „Magen“, ist eine
Fabel für Erwachsene über Macht, Sex und das Kochen mittendrin. Mit vier Auszeichnungen
war der Film der große Gewinner des Rio Film Festivals 2007.
Unter Anwesenheit des Regisseurs Marcos Jorge bestand die Möglichkeit zur Diskussion.
Der Film zeichnet sich insbesondere durch seine kontrastreichen Szenen aus. Arm und Reich, Imbiss und Gourmet Restaurant, Fast Food und Kaviar treffen sich auf amüsante Art und stellen damit auf eine charmante Weise ein Thema dar, dass uns Alle ohne Ausnahme betrifft: Das Essen.

Schlagwörter:Berlin, Brasilianisches Kino, Essen, Estômago, Haus der Kulturen der Welt
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