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Vortrag Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro im Forum Brasil

20.05.2010 von Wendy Koenig

Diese Woche bekommt ihr wieder einmal die Chance die brasilianische Kultur hautnah mitzuerleben.  Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro, weltweit renommierte Ethno-Linguistin der Universität Salvador in Brasilien, wird bei uns im Forum Brasil einen spannenden Vortrag über„Afrikanische Einflüsse in der Alltagskultur Brasiliens“ am Beispiel 3 großer Candomblé-Priesterinnen aus Salvador da Bahia halten. Als Begleitprogramm – quasi zum sinnlichen Erleben des Vorgetragenen – wird die Veranstaltung eingerahmt durch die Aufführung von afro-brasilianischer Musik und Tanz durch die in Berlin lebenden brasilianischen Künstler Murah Soares & Parana Bomfim.

Der Einfluss verschiedener Kulturen aufeinander ist nicht etwa ein ausschließlich moderner Prozess der Globalisierung. Vielmehr ist es ein Prozess der quasi schon immer -mal mehr, mal weniger intensiv- stattgefunden hat und folglich auch in Zukunft stattfinden wird. So ist zum Beispiel die brasilianische Kultur stark durch afrikanische Einflüsse geprägt, die durch die versklavten Menschen aus Westafrika nach Brasilien gelangt sind. Speziell auf dieses Thema wird Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro, profunde Kennerin dieser Ströme in anschaulicher und zugleich unterhaltsamer Art am Mittwoch den 26. Mai 2010 eingehen, indem sie die kulturellen Ausprägungen afrikanischen Ursprungs in Brasilien aufzeigt und somit deren historischen Wurzeln verdeutlicht. Mit der Intention die unbeschreiblich facettenreiche brasilianische Kultur auch abseits von Stereotypen in Deutschland bekannt werden zu lassen wird sie insbesonders  auf das Leben und die Lebenswerke drei großer Candomblé-Priesterinnen aus Salvador da Bahia eingehen.

Nutzt diese kostenlose Möglichkeit euer Weltbild zu erweitern und diskutiert mit uns am Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 19.30 Uhr dieses spannende Thema.

Guaraná – Wo kann man es in Berlin kaufen?

11.04.2010 von Wendy Koenig

Jeder der einmal in Brasilien gewesen ist, ist sicher auch dieser unbekannten, grünen Dose und seinem süßen Inhalt begegnet: Guaraná!

Den Geschmack von Guaraná kann man nur hassen oder lieben. Für all diejenigen unter euch, die zur letzteren Gruppe gehören und zudem seit ihrer letzten Brasilienrückkehr nicht mehr in den Genuss dieser brasilianischen Köstlichkeit gekommen sind (weil sie schlichtweg nicht wussten, wo das Getränk zu bekommen ist), haben wir hier einige Adressen gesammelt, die mit Sicherheit euren Durst löschen werden:


  • Aqui Espana – Kantstraße 34, 10625 Berlin (Charlottenburg)
  • Mitte Meer – Invalidenstraße 50, 10557 Berlin (Mitte)
  • Café do Brasil – Mehringdamm 72 10961 Berlin (Kreuzberg)
  • Brasil Brasileiro – Kurfürstendamm 151, 10709 Berlin (Charlottenburg)
  • BR 101 – Torstr. 69, 10119 Berlin (Mitte)
  • A Livraria – Torstr. 159, 10115 Berlin (Mitte)
  • La Bottega del Gelato – Adalbertstr. 96, 10999 Berlin (Kreuzberg)

Sicher gibt es in Berlin, aber auch im Rest Deutschlands noch viele weitere Adressen, wo Guaraná zu finden ist! Eure Hilfe ist also gefragt. Falls ihr Orte kennt (gerne auch außerhalb Berlin), an denen das Erfrischungsgetränk käuflich zu erwerben ist, informiert uns gerne und wir fügen die Adresse der Liste hinzu!

Noch ein paar kleine Infos zur “richtigen” Guaraná:

Eine Guaraná im eigentlichen Sinne ist eine aus dem Amazonasgebiet stammende Pflanze, genauer gesagt eine Lianenart. Bei dem Bestandteil der Guaraná-Pflanze, welcher zum Beispiel im gleichnahmigen Erfrischungsgetränk verwendet wird, handelt es sich um die getrockneten Samen.

Guaranáextrakte erhalten ungewöhnlich viel Koffein. Sogar mehr als Kaffee oder Tee. In Verbindung mit dem Zucker im Getränk handelt es sich demnach um einen richtigen Wachmacher!

Salão Transartes – Brasilianischer Konzertabend in Berlin

01.04.2010 von Wendy Koenig

Seit einigen Tagen hat uns der eiskalte Winter endlich den Rücken zugekehrt. Die Menschen verlassen ihre dunklen Wohnungen, um Draußen die ersten Sonnenstrahlen zu genießen. Die Luft duftet nach Frühling, die ersten Knospen erblicken das Licht der Welt und die Leute verstauen mit Freude ihre dicken Wintermäntel wieder im Keller. Der beste Zeitpunkt für den Berliner Salon brasilianischer Künste “Salão Transartes”.

Am 17. April 2010 geht unsere kleine brasilianische Konzertreihe in die zweite Runde. Nach einem gelungenen Konzertabend im vergangenen Winter laden Elisabeth Antônia Maria Tuchmann und João Eduardo Albertini ein zweites Mal ins Forum Brasil in Berlin Kreuzberg ein, um einen Abend bei gemütlicher Atmosphäre und brasilianischer Musik zu verbringen.

Unterschiedlichste brasilianische und deutsche Künstler stellen an diesem Frühlingsabend ein buntes Programm auf die Beine und erweisen uns mit ihren künstlerischen Fähigkeiten die Ehre:

Der Fotograf  Fernando Miceli wird an diesem Abend eine Dokumentation über den “Ilê Ashé Oyá” – den ersten Candomblé Tempel Deutschlands präsentieren. Ergänzend hierzu wird Parana Bomfim die Präsentation mit zeitgenössischen Kompositionen perkussiver afro-brasilianischen Musik untermalen.

Selbstverständlich wird auch die Gastgeberin und Sängerin Elisabeth Tuchmann wieder persönlich einen Beitrag zum Programm leisten. Gemeinsam mit Martin Klenk am Cello wird das  Duo Jazz und brasilianische Klänge gekonnt miteinander vereinen.

Aber damit noch nicht genug. Ein weiteres musikalisches Duo wird uns an diesem Abend mit ihrer Anwesenheit erfreuen. Die in São Paulo geborene Künstlerin Yara Linss lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Deutschland. Die Melodien des Berliner Kontrabassisten Klaus Sebastian Klose bilden einen angenehmen Kontrast zu den Klängen der jungen Bossa Nova Stimme.

Abschließend wird der Sänger, Gitarrist und Komponist Hans Limburg verschiedenste musikalische Stilrichtungen miteinander kombinieren: Groovende brasilianische Bossa Novas, mitreißende Sambas und internationale Standards, gemixt mit einem Hauch Brazil-Jazz.

Aber was nützt es über schöne Melodien und und kontrasteiche Klänge zu lesen. Kommt vorbei und lasst euch persönlich von den talentierten Acts überzeugen!

Gleich mehrfach ausgezeichnet: “Waste Land” der Film

26.03.2010 von Forum Brasil

Die Berlinale 2010 ist schon wieder einige Wochen her, aber wir wollen uns nicht lumpen lassen, euch einen weiteren brasilianischen Film aus der Kategorie „Panorama“ vorzustellen. Was kaum an die Öffentlichkeit drang: Der Dokumentarfilm „Waste Land“ von Lucy Walker wurde mit gleich zwei Auszeichnungen geehrt. Neben dem Panorama-Publikumspreis, der mittlerweile seit 1999 vergeben wird, bekam die Dokumentation außerdem den „Amnesty International Film Award“ verliehen.

Worum geht es in dem Film?

Im Mittelpunkt von „Waste Land“ steht der in São Paulo geborene Künstler Vik Muniz. Er zählt zu den wichtigsten brasilianischen Künstlern der Gegenwart und lebt heute vorwiegend in New York. Bekannt geworden ist Muniz durch seine großformatigen Kunstwerke aus den verschiedensten Materialien. Für das Filmprojekt begibt sich Vik Muniz in Rio de Janeiro auf eine der größten Müllkippen der Welt, den Jardim Gramacho. Die Menschen, die dort den Müll sortieren, werden „catadores“, Pflücker, genannt. Von ihnen schießt Muniz Portraits, die er dann in einem leeren Fabrikgebäude auf den Boden projiziert. Die catadores legen die Bilder schließlich mit den gesammelten Stoffen aus: aus Müll entsteht Kunst. Auch das lichtet Muniz ab, um die Fotografien letztlich in Rio de Janeiro auszustellen und später in London zu versteigern. Das Geld kommt der Müllwerkergewerkschaft zugute.

Ein sehr gelungener Film über die Würde des Menschen.

Filmtipp Kino aus Brasilien: “Estômago”

19.03.2010 von Wendy Koenig

Heute möchten wir euch einen ganz besonderen brasilianischen Film vorstellen.  Einer unserer persönlichen Favoriten.

November letzten Jahres fand im Haus der Kulturen der Welt in Berlin das brasilianische Filmfestival “Première Brasil” statt. Eröffnet wurde dieses kulturelle Ereignis mit einem Konzert von dem über die Grenzen Brasiliens hinaus bekannten “Gilberto Gil”. Die folgenden zehn Tage wurden Filme verschiedenster noch unbekannter Filmemacher in einem breitgefächerten Programm präsentiert.

Einer dieser gezeigten Filme hat uns ganz besonders gefallen: ESTÔMAGO (A Gastronomic Story)

Brasilien 2007, 112 min, OmE
Im „großen Restaurant des Lebens“ gibt es die, die essen und jene, die gegessen werden.
Raimundo findet einen alternativen Weg: er kocht. Erst in einer armseligen Bar, dann in
einem Italienischen Restaurant und letztendlich im Gefängnis, wo er erneut lernt, sich in
einer radikal geteilten Gesellschaft über Wasser zu halten. Estômago, „Magen“, ist eine
Fabel für Erwachsene über Macht, Sex und das Kochen mittendrin. Mit vier Auszeichnungen
war der Film der große Gewinner des Rio Film Festivals 2007.

Unter Anwesenheit des Regisseurs Marcos Jorge bestand die Möglichkeit zur Diskussion.

Der Film zeichnet sich insbesondere durch seine kontrastreichen Szenen aus. Arm und Reich, Imbiss und Gourmet Restaurant, Fast Food und Kaviar treffen sich auf amüsante Art und stellen damit auf eine charmante Weise ein Thema dar, dass uns Alle ohne Ausnahme betrifft: Das Essen.

Valentinstag in Brasilien

23.01.2010 von Forum Brasil

ValentinstagDas Fest der Liebe steht vor der Tür: bald ist Valentinstag! Wir beschenken unseren Partner mit Schokolade, einem wunderschönen Strauß oder gestalten uns zusammen einen schönen Tag. Es soll sogar Paare geben die garnichts zu Valentinstag machen, aber das ist doch nur unromantisch ;) In Deutschland ist der Valentinstag jedes Jahr am 14. Februar, doch wie sieht das in Brasilien aus und welche Bedeutung hat dieser Tag bei ihnen?


ValentinstagUm es gleich herauszuposaunen: In Brasilien ist Valentinstag nicht am 14. Februar sondern am 12. Juni. Wenn man es sich in Deutschland aussuchen könnte, würde ich wahrscheinlich auch eher den Juni statt den kalten Februar favorisieren. Aber das soll auch kein Problem sein, schließlich, wer sich für Brasilien interessiert, kann Valentinstag genauso gut auch zwei Mal im Jahr feiern. In Brasilien hat der Valentinstag an sich aber nicht ganz die Bedeutung wie in Deutschland. Hier finden sich die Familienangehörigen zusammen, um einen gemeinsamen Tag mit der Familie zu verbringen und sich gegenseitig mit Kleinigkeiten zu beschenken. Also fast wie Weihnachten, nur etwas kleiner ;) . Um aber die Verbindung zu dem Fest der Liebe aufrechtzuerhalten, gehört noch dazu gesagt, dass dieser Tag häufig von jungen Paaren genutzt wird, um ihre Verlobung der ganzen Familie bekanntzugeben, weil dieser Tag den Paaren ganz besonderes Glück verspricht.

Im Forum Brasil werden wir dazu leider keine Feier machen, schließlich wollen wir ja auch ein Tag in Zweisamkeit verbringen. Ihr könnt aber gerne schauen, was wir sonst noch so geplant haben.

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