Im Rahmen des Papstbesuches befragte der rbb ganz unterschiedliche Berliner nach ihrem persönlichen Gottesbild und Glauben. Einer der ausgewählten Interviewten war Murah und er sprach über den Candomblé im ersten Candomblé Tempel Deutschlands, im Forum Brasil (Kreuzberg).
Dieses Video zeigt Bilder der Eröffnung des Forum Brasil in Kreuzberg vor 4 1/2 Jahren, die Aktivitäten der letzten Jahre wie die Arbeit mit Kindern, Workshops, Afoxé Loni, Konzerte, der Besuch von Mãe Beata und vieles mehr!
Über den Karneval der Kulturen, die Presseerklärung von Afoxé Loni und die daraus entstandene politische Debatte haben mittlerweile einige Zeitungen, Zeitschriften, Fernsehen und Rundfunk berichtet.
Zu den Zweifeln der Journalisten über den Verbrauch des Geldes vom Senat, das in die komplette Logistik usw. fließt, möchten wir anmerken, dass es zu keinem Zeitpunkt unsere Intention war, das Karnevalsbüro der Werkstatt der Kulturen und seine Arbeit zu diskreditieren oder deren finanziellen Umgang zu kritisieren.
Soweit wir das beurteilen können, macht das Karnevalsbüro eine hervorragende Arbeit. Unser Anliegen richtet sich vielmehr an die politischen Entscheidungsträger und die vom Karneval profitierenden Wirtschaftsteile der Stadt Berlin, von denen wir uns Anerkennung und finanzielle Unterstützung für unseren kulturellen Beitrag zur Förderung der Wirtschaft und des Images der Stadt Berlin wünschen.
Wir freuen uns auf Sonntag und hoffen, dass ihr zahlreich erscheint, um gemeinsam mit uns, allen anderen Karnevalsgruppen, Besuchern und Bewohnern Berlins kulturelle Vielfalt zu zelebrieren.
Die brasilianische Candomblé-Priesterin, Frauenrechtlerin und Autorin aus Rio de Janeiro Mãe Beata feiert in diesen Tagen ihren 80. Geburtstag. Anlässlich ihres Ehrentages würdigt der rbb in einem 30-minütigen Radiofeature ihr Lebenswerk. Anzuhören ist der Beitrag heute (18. Januar 2011) um 19:00 Uhr im Radio oder per Livestream im Internet auf der rbb Website.
Seit Jahrzehnten engagiert sich Mãe Beata gegen religiöse Intoleranz, Diskriminierung aller Art, Rassismus, Gewalt gegen Frauen und gegen die Unterdrückung von Minderheiten besonders auch von Schwulen und Lesben. Hierfür erhielt sie vielfache nationale Auszeichnungen und internationales Renommee. Mãe Beata wurde als erste Vertreterin der afro-brasilianischen Religionen vom brasilianischen Bundessenat mit dem renommierten Frauen-Rechts- Preis „Mulher-Cidada Bertha Lutz 2007„ für ihr Lebenswerk geehrt. Der Bertha-Lutz-Preis wird jährlich an Frauen verliehen, die sich in herausragender Weise für die Bürger- und Menschenrechte sowie politischen Rechte der brasilianischen Frauen einsetzen.
Initiiert noch von der letzten in Brasilien lebenden afrikanischen Prinzessin Olga de Alaketu hat Mãe Beata in einem Vorort von Rio de Janeiro 1985 ihren eigenen Candomblé-Tempel aufgebaut, den sie bis heute leitet. Mãe Beata ist zutiefst mit dem im Forum Brasil beheimateten Candomblé-Tempel Ilé obá sileké von Babalorixá Murah Soares verbunden, den sie 2008 als direkte Repräsentanz ihres Tempels in Europa weihte.
In der Radiodokumentation über Mãe Beata werden Aufnahmen von ihr aus dem Forum Brasil zu hören sein ebenso wie Interviews u.a. mit Murah Soares, Martin Titzck und Reiseteilnehmerinnen von der Studienreise des Forum Brasils nach Brasilien im vergangenen Oktober, bei der die Reisegruppe auf Einladung von Mãe Beata zwei Tage in ihrem Tempel verbringen durfte.
Das Forum Brasil wünscht allen ein frohes neues Jahr und natürlich viel Gesundheit!
Das Forum Brasil freut sich ganz besonders auf das Jahr 2010, da wir wieder viel zu tun haben werden und wieder viele tolle Aktionen planen können und werden. Ganz besonders freuen wir uns auf den Karneval der Kulturen 2010 in Berlin, den Murah Soares, wie schon seit einigen Jahren, mit seiner Gruppe Afoxé Loni anführen wird. Es werden wieder viele verschiedene Künstler, Kulturen und schöne Verkleidungen zu sehen sein, tolle Choreographien und mitreißende Musik wird die Leute ganz sicher zum Tanzen bringen.
Musik für die Seele
Erst im letzten Jahr haben wir damit angefangen im Forum Brasil auch Konzerte zu geben, womit wir auch auf musikalische Weise Brasilien etwas näher bringen wollen und vor allem einigen unbekannten Künstler die Möglichkeit geben, sich auf der Bühne zu entfalten. So hatten wir z.B. sehr viel Spaß bei unserer letzten Konzertveranstaltung „Salão Transartes“bei dem nicht nur ein Künstler, sondern gleich Acht eingeladen waren und die kleine Hinterhofremise in Kreuzberg zum kochen brachte. Das wollen wir definitiv wiederholen!
Was wäre die Welt ohne Kinder?!
Unser liebstes Kinderprojekt im Forum Brasil ist „Kinder-Villa-Brasil“, welches wir bisher schon 2 Mal verwirklichen konnten und damit immer wieder äußerst positive Rückmeldungen bekamen. Hier konnten die Kinder Spielen, Basteln, Tanzen und erste Erfahrungen mit der Sportart Capoeira sammeln. Wir haben dann auch mit den Kindern zusammen brasilianische Gerichte gekocht und freuten uns über die vielen Fragen der Kleinen, wie es eigentlich so in Brasilien ist und wie die Menschen in diesem Land leben. Eine schöne Erfahrung!
Wir freuen uns auf Euch und bedanken uns bei den vielen Besuchern, die im Forum Brasil schon vorbeigeschaut haben!
Am 27. November fand im Forum Brasil eine ganz besondere Veranstaltung statt. Acht Künstler waren zu Gast in der kleinen Remise mitten in Berlin Kreuzberg. Pünktlich um 19:00 Uhr war Einlass und die ersten Gäste betraten das Haus, während die Vorbereitungen noch im vollen Gange waren. Völlig beeindruckt von der Gestaltung und dem besonderen Flair von diesem ungewöhnlichen Gebäude, dass direkt zwischen den Sanierten Altbauwohnungen steht, nahmen sie ihre Plätze ein. Wie versprochen wurde natürlich auch brasilianisch gekocht. Das Publikum war sehr zufrieden mit den Kochkünsten des Hausherren Murah Soares. Nach und Nach füllte sich das Haus und die Sitzgelegenheit mussten erweitert werden, bevor die Vorstellung beginnen konnte.
Den Anfang machte Lilian Graça mit ihrer Tanzperformance zur Cat Stevens Version „Dont let me be misunderstood”. Darauf folgte der erste Teil der Kurzfilmreihe “Die Magic Flip – Book – Serie”, welche aus Missverständnissen, Misstrauen und einen ominösen Daumenkino besteht, dass immer wieder für Lacher sorgte. Es folgte eine musikalische Einlage von Julia Luis die mit Ihrer bezaubernden Stimme brasilianische Lieder übersetzt ins Deutsche sang. Da es eine Übersetzung eins zu eins war, blieb auch hier der ein oder andere Lacher nicht aus! Nach einer kurzen Pause folgten noch die Auftritte von dem Berliner Duo Avocado, welche bereits zum zweiten Mal zu Gast im Forum Brasil waren, sowie ein zweiter Kurzfilm und die Performance von der Gastgeberin Elisabeth Tuchmann mit ihrem Kontrabass-Kollegen Pere Loewe. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend und bestimmt nicht das letzte Mal, dass Salão Transartes im Forum Brasil statt fand!