02.09.2010 von Forum Brasil
Erneut lädt das Forum Brasil in Kreuzberg herzlich zum „Salão Transartes“ – den ersten Salon für brasilianische Künste – am 18. September 2010 ein. Elisabeth Antônia Maria Tuchmann und João Eduardo werden alle Brasilien Interessierte und Begeisterte auf eine musikalische und audiovisuelle Reise an diesem Abend mitnehmen. In der gelungenen Mischung aus Musik, Bewegung und Film wird ein kleiner Teil der besonderen und vielfältigen Kultur Brasiliens wiedergespiegelt.
Elisabeth Tuchmann wird sowohl mit ihrem Kollegen João Eduardo Albertini als Salonisten den Abend begleiten, als auch mit ihrem Gesang die Gäste bezaubern.
Auch die von Jazz, Bossa-Nova und Musica Popular Brasileira geprägte Sängerin Ana Milena Rocha wird mit ihrem
Gesang und in der Begleitung des Gitarristen Malte Scholl die Besucher betören.
Für einen weiteren musikalischen Leckerbissen sorgen die Brasilianer Luiz „Pardal“ (Gesang und Akustikgitarre) und Eudinho Soares (Gitarre).
Murah Soares wird als hervorragender afro-brasilianischen Tänzer einen dynamischen und visuellen Augenschmaus präsentieren.
Den Abend abrundend präsentiert die Künstlerin Rosangela de Araujo ihren ausgezeichneten und preisgekrönten Animations-Kurzfilm „Driving Alone“.
Aber schon vor der Veranstaltung und während der Pause kann der weltliche Gaumen durch landestypische Köstlichkeiten verwöhnt werden.
Einlass 19:00 mit brasilianischem Essen
Beginn 20:00
Eintritt: 10 € (Ermäßigt 8 €)
Der Abend wird freundlich Unterstützt von
:

Schlagwörter:Berlin, Film, Konzert, Musik, Tanz
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20.05.2010 von Wendy Koenig
Diese Woche bekommt ihr wieder einmal die Chance die brasilianische Kultur hautnah mitzuerleben. Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro, weltweit renommierte Ethno-Linguistin der Universität Salvador in Brasilien, wird bei uns im Forum Brasil einen spannenden Vortrag über„Afrikanische Einflüsse in der Alltagskultur Brasiliens“ am Beispiel 3 großer Candomblé-Priesterinnen aus Salvador da Bahia halten. Als Begleitprogramm – quasi zum sinnlichen Erleben des Vorgetragenen – wird die Veranstaltung eingerahmt durch die Aufführung von afro-brasilianischer Musik und Tanz durch die in Berlin lebenden brasilianischen Künstler Murah Soares & Parana Bomfim.

Der Einfluss verschiedener Kulturen aufeinander ist nicht etwa ein ausschließlich moderner Prozess der Globalisierung. Vielmehr ist es ein Prozess der quasi schon immer -mal mehr, mal weniger intensiv- stattgefunden hat und folglich auch in Zukunft stattfinden wird. So ist zum Beispiel die brasilianische Kultur stark durch afrikanische Einflüsse geprägt, die durch die versklavten Menschen aus Westafrika nach Brasilien gelangt sind. Speziell auf dieses Thema wird Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro, profunde Kennerin dieser Ströme in anschaulicher und zugleich unterhaltsamer Art am Mittwoch den 26. Mai 2010 eingehen, indem sie die kulturellen Ausprägungen afrikanischen Ursprungs in Brasilien aufzeigt und somit deren historischen Wurzeln verdeutlicht. Mit der Intention die unbeschreiblich facettenreiche brasilianische Kultur auch abseits von Stereotypen in Deutschland bekannt werden zu lassen wird sie insbesonders auf das Leben und die Lebenswerke drei großer Candomblé-Priesterinnen aus Salvador da Bahia eingehen.
Nutzt diese kostenlose Möglichkeit euer Weltbild zu erweitern und diskutiert mit uns am Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 19.30 Uhr dieses spannende Thema.
Schlagwörter:Afrika, Brasilien, Forum Brasil, Musik, Tanz, Vortrag
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11.04.2010 von Wendy Koenig
Jeder der einmal in Brasilien gewesen ist, ist sicher auch dieser unbekannten, grünen Dose und seinem süßen Inhalt begegnet: Guaraná!
Den Geschmack von Guaraná kann man nur hassen oder lieben. Für all diejenigen unter euch, die zur letzteren Gruppe gehören und zudem seit ihrer letzten Brasilienrückkehr nicht mehr in den Genuss dieser brasilianischen Köstlichkeit gekommen sind (weil sie schlichtweg nicht wussten, wo das Getränk zu bekommen ist), haben wir hier einige Adressen gesammelt, die mit Sicherheit euren Durst löschen werden:
- Aqui Espana – Kantstraße 34, 10625 Berlin (Charlottenburg)
- Mitte Meer – Invalidenstraße 50, 10557 Berlin (Mitte)
- Café do Brasil – Mehringdamm 72 10961 Berlin (Kreuzberg)
- Brasil Brasileiro – Kurfürstendamm 151, 10709 Berlin (Charlottenburg)
- BR 101 – Torstr. 69, 10119 Berlin (Mitte)
- A Livraria – Torstr. 159, 10115 Berlin (Mitte)
- La Bottega del Gelato – Adalbertstr. 96, 10999 Berlin (Kreuzberg)
Sicher gibt es in Berlin, aber auch im Rest Deutschlands noch viele weitere Adressen, wo Guaraná zu finden ist! Eure Hilfe ist also gefragt. Falls ihr Orte kennt (gerne auch außerhalb Berlin), an denen das Erfrischungsgetränk käuflich zu erwerben ist, informiert uns gerne und wir fügen die Adresse der Liste hinzu!
Noch ein paar kleine Infos zur “richtigen” Guaraná:
Eine Guaraná im eigentlichen Sinne ist eine aus dem Amazonasgebiet stammende Pflanze, genauer gesagt eine Lianenart. Bei dem Bestandteil der Guaraná-Pflanze, welcher zum Beispiel im gleichnahmigen Erfrischungsgetränk verwendet wird, handelt es sich um die getrockneten Samen.
Guaranáextrakte erhalten ungewöhnlich viel Koffein. Sogar mehr als Kaffee oder Tee. In Verbindung mit dem Zucker im Getränk handelt es sich demnach um einen richtigen Wachmacher!
Schlagwörter:Adressen, Berlin, Brasilien, Getränk, Guaraná, Pflanze
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01.04.2010 von Wendy Koenig
Seit einigen Tagen hat uns der eiskalte Winter endlich den Rücken zugekehrt. Die Menschen verlassen ihre dunklen Wohnungen, um Draußen die ersten Sonnenstrahlen zu genießen. Die Luft duftet nach Frühling, die ersten Knospen erblicken das Licht der Welt und die Leute verstauen mit Freude ihre dicken Wintermäntel wieder im Keller. Der beste Zeitpunkt für den Berliner Salon brasilianischer Künste “Salão Transartes”.
Am 17. April 2010 geht unsere kleine brasilianische Konzertreihe in die zweite Runde. Nach einem gelungenen Konzertabend im vergangenen Winter laden Elisabeth Antônia Maria Tuchmann und João Eduardo Albertini ein zweites Mal ins Forum Brasil in Berlin Kreuzberg ein, um einen Abend bei gemütlicher Atmosphäre und brasilianischer Musik zu verbringen.
Unterschiedlichste brasilianische und deutsche Künstler stellen an diesem Frühlingsabend ein buntes Programm auf die Beine und erweisen uns mit ihren künstlerischen Fähigkeiten die Ehre:
Der Fotograf Fernando Miceli wird an diesem Abend eine Dokumentation über den “Ilê Ashé Oyá” – den ersten Candomblé Tempel Deutschlands präsentieren. Ergänzend hierzu wird Parana Bomfim die Präsentation mit zeitgenössischen Kompositionen perkussiver afro-brasilianischen Musik untermalen.
Selbstverständlich wird auch die Gastgeberin und Sängerin Elisabeth Tuchmann wieder persönlich einen Beitrag zum Programm leisten. Gemeinsam mit Martin Klenk am Cello wird das Duo Jazz und brasilianische Klänge gekonnt miteinander vereinen.
Aber damit noch nicht genug. Ein weiteres musikalisches Duo wird uns an diesem Abend mit ihrer Anwesenheit erfreuen. Die in São Paulo geborene Künstlerin Yara Linss lebt seit ihrem vierten Lebensjahr in Deutschland. Die Melodien des Berliner Kontrabassisten Klaus Sebastian Klose bilden einen angenehmen Kontrast zu den Klängen der jungen Bossa Nova Stimme.
Abschließend wird der Sänger, Gitarrist und Komponist Hans Limburg verschiedenste musikalische Stilrichtungen miteinander kombinieren: Groovende brasilianische Bossa Novas, mitreißende Sambas und internationale Standards, gemixt mit einem Hauch Brazil-Jazz.
Aber was nützt es über schöne Melodien und und kontrasteiche Klänge zu lesen. Kommt vorbei und lasst euch persönlich von den talentierten Acts überzeugen!
Schlagwörter:Berlin, Bossa-Nova, Brasilien, Frühling, Konzert, Salao Transartes
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26.03.2010 von Forum Brasil
Die Berlinale 2010 ist schon wieder einige Wochen her, aber wir wollen uns nicht lumpen lassen, euch einen weiteren brasilianischen Film aus der Kategorie „Panorama“ vorzustellen. Was kaum an die Öffentlichkeit drang: Der Dokumentarfilm „Waste Land“ von Lucy Walker wurde mit gleich zwei Auszeichnungen geehrt. Neben dem Panorama-Publikumspreis, der mittlerweile seit 1999 vergeben wird, bekam die Dokumentation außerdem den „Amnesty International Film Award“ verliehen.
Worum geht es in dem Film?
Im Mittelpunkt von „Waste Land“ steht der in São Paulo geborene Künstler Vik Muniz. Er zählt zu den wichtigsten brasilianischen Künstlern der Gegenwart und lebt heute vorwiegend in New York. Bekannt geworden ist Muniz durch seine großformatigen Kunstwerke aus den verschiedensten Materialien. Für das Filmprojekt begibt sich Vik Muniz in Rio de Janeiro auf eine der größten Müllkippen der Welt, den Jardim Gramacho. Die Menschen, die dort den Müll sortieren, werden „catadores“, Pflücker, genannt. Von ihnen schießt Muniz Portraits, die er dann in einem leeren Fabrikgebäude auf den Boden projiziert. Die catadores legen die Bilder schließlich mit den gesammelten Stoffen aus: aus Müll entsteht Kunst. Auch das lichtet Muniz ab, um die Fotografien letztlich in Rio de Janeiro auszustellen und später in London zu versteigern. Das Geld kommt der Müllwerkergewerkschaft zugute.
Ein sehr gelungener Film über die Würde des Menschen.

Schlagwörter:brasilianischer Film, Kino, Lucy Walker, Vik Muniz, Waste Land
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22.03.2010 von Wendy Koenig
Zur Abwechslung gibt es heute einen Buchtipp.
“Ein Brasilianer in Berlin” von João Ubaldo Ribeiro
Anfang der 1990er Jahre wurde der Schriftsteller João Ubaldo Ribeiro vom “Deutschen Akademischen Austauschdienst” (DAAD) nach Berlin eingeladen, um vorerst seine dort erlebten Erfahrungen in verschiedenen Zeitungsbeiträgen darzustellen. Wieder in seiner Heimat Brasilien angekommen verfasste Ribeiro seine Erlebnisse in einen Buch zusammen.
Empfohlen wurde mir das Buch vor ein paar Jahren während meines Aufenthalts in Brasilien von einem Brasilianer, der selbst einmal ein Jahr in Berlin verbracht hat. “Einige Situationen werden dir bekannt vorkommen” sagte er damals zwinkernd zu mir.
“Ein Brasilianer in Berlin’, das sind die Innenansichten eines Außenseiters: der Autor von ‘Brasilien, Brasilien’ erzählt in 15 Kolumnen wunderbar leicht und liebevoll-ironisch von seinen Eindrücken, Beobachtungen und Erfahrungen mit den Deutschen, die er während eines einjährigen Aufenthalts 1990 in Berlin machte – im ersten Jahr nach der deutschen Wende.”
Er schreibt sowohl über widerlegte, als auch bestätigte Klischees – und dies auf eine überaus charmante Weise. Ob man möchte oder nicht, Ribeiro schafft es uns über unsere eigenen Eigenarten schmunzeln zu lassen. Ähnlich amüsant ist die Art und Weise, wie er das Brasilienbild der Deutschen beschreibt:
“Eins habe ich während meines Aufenthaltes hier in Berlin gelernt: Ich werde erst wieder in Deutschland antreten, nachdem ich einen Kurs über Amazonien belegt und mindestens eine grundlegende Biographie über die brasilianischen Indianer gelesen habe. Es kann hier nämlich ganz schön schwierig werden für Brasilianer wie mich, die nichts von Amazonien und den Indianern verstehen. Wenn sie von meiner Unwissenheit erfahren, sind einige Deutsche derart empört, dass sie sofort jedes weitere Gespräch mit mir aufgeben. Andere, vielleicht ist das die Mehrheit, wollen mir das schlichtweg nicht abnehmen, hören nicht auf meine abschlägigen Antworten und reden einfach weiter, so dass die Unterhaltung schizophrene Züge annimmt.”
Die 15 vergnüglichen Kolumnen sind sehr angenehm lesbar. Das Buch ist in jedem gut sortierten Buchladen zu finden und kostet im Suhrkamp Verlag nur 6,50 €. Ein Muss für alle Brasilienliebhaber und Brasilianer, die einen Bezug zu Deutschland haben.
Schlagwörter:Berlin, Brasilien, Buch, Literatur, Wende
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