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Führung – Altäre des Candomblé

07.02.2012 von Forum Brasil

Führungen durch die Ausstellung mit Murah Soares – jeden Donnerstag im Februar 2012 um 16 Uhr

 
Führung 3 Euro, Treffpunkt im Café im Foyer der Werkstatt der Kulturen!

Am jedem Donnerstag im Februar bietet sich die Gelegenheit, an einer Führung durch die Ausstellung teilzunehmen und mehr über die Kultur des Candomblé zu erfahren. Murah Soares ermöglicht euch ein Eintauchen in die tiefsten Traditionen und Mythen, welche sich um die Geschichte der Candomblé ranken. Bei dieser Führung bleiben keine Fragen über die Orixás und ihren Altären offen.

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Black History Month Berlin – Ossayins Liebeszauber

27.01.2012 von Forum Brasil

In „Ossayins Liebeszauber“ wird euch die Geschichte der Köngin der Meere, Yemanjá, und ihren Söhnen, Oxossi und Ogum auf eine ganz andere Weise erzählt. Murah Soares und Company inszenieren die afrobrasilianische Mythologie in einem Tanztheaterstück.

Yemanjá isst mit ihren beiden Söhnen, Ogum und Oxossi, zu Abend. Danach möchte Oxossi, Orixá der Jagd, in den Wald gehen, doch Yemanjá will ihn aufgrund einer bösen Vorahnung davon abhalten. Entgegen dem Willen seiner Mutter geht er auf die Jagd und trifft auf den zweigeschlechtlichen Orixá der Heilkräuter und Natur, Ossayin. Durch die Anwesenheit Oxossis fühlt er/sie sich sowohl gestört als auch angezogen. Oxossi verliebt sich in Ossayin durch einen ihm verabreichten Liebestrank. Ossayin erwidert diese Liebe und Oxossi entschließt sich, den Wald nicht wieder zu verlassen.

Ogum wird von seiner besorgten Mutter auf die Suche nach seinem jüngeren Bruder in den Wald geschickt. Auf brutale Weise schlägt sich dieser seinen Weg durch den Wald. Ossayin, entsetzt von dieser Grobheit, gibt auch seinem Bruder den Liebestrank. Worauf auch Ogum dem Zauber verfällt, doch seine Liebe soll unerwidert bleiben…

 

Lasst euch von Murah Soares in den Liebeswald entführen.

01./03./05./24./25. und 26. Februar 2012 um jeweils 20:00

Wissmannstr. 32, 12049 Berlin

Ossayins Liebeszauber für 10/8 Euro.

 

Weitere Informationen zur Veranstaltung, den Künstlern und dem Gesamtprogramm des Black History Month findet ihr auf:

www.werkstatt-der-kulturen.de – Infos über die brasilianischen Götter unter www.candomble-berlin.de

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Öffentliches Candomblé-Ritual zu Ehren Yemanjá

09.01.2012 von Forum Brasil

Am Samstag den 4. Februar findet erneut ein öffentliches Ritual im Candomblé-Tempel Berlin statt!

YemanjaDas Ritual wird zu Ehren der Göttermutter Yemanjá zelebriert. Sie ist die Gottheit des Meeres und der Mutterschaft, Hüterin des Heimes und Schutzpatronin der Seefahrer. Yemanjá ist die Mutter aller Orixás und der gesamten Menschheit. In Brasilien wird Yemanjá direkt mit dem Meer assoziiert und als Meereskönigin verehrt. Die wörtliche Übersetzung ihres Namens lautet “Mutter der Fische”. Sie symbolisiert die Kraft der Weiblichkeit.

Die Töchter Yemanjás sind robuste Frauen, kräftig und voller Sinnlichkeit. Sie sind großzügige Menschen, haben viele Freunde, sind besitzergreifend und beeinflussen das Leben der Menschen, die sie lieben.

Das Ritual wird betreut und durchgeführt von Babalorixá Muralessy.

Wir freuen uns über die Teilnahme von Freunden, Interessenten und Neugierigen! Bitte bringt Blumen und Kerzen mit und erscheint ausschließlich in weißer Kleidung (Frauen in weißem Rock).

Eine Voranmeldung ist nicht nötig und wir bitten um freiwillige Spenden euererseits.

Samstag, 4. Februar 2012

um 14:30 Uhr

im Forum Brasil

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Vortrag und Tanzworkshop: Candomblé und Santería im Vergleich

19.12.2011 von Forum Brasil

Der Vortrag

Joaquin La Habana ReyesAm 13. Januar finden sich zum zweiten Mal zwei Religionen zum Dialog im Forum Brasil ein: die afro-amerikanische Santería und das afro-brasilianische Candomblé. Joaquin La Habana Reyes, Babalorixá der Santería, aus Havana, Kuba, und Murah Soares, Babalorixá des Candomblé-Tempels in Berlin, aus Sao Paulo, Brasilien, laden zum Vortrag über ihre Religionen ein.

Die Zuhörer können daran teilhaben, sowohl die Unterschiede als auch die Gemeinsamkeiten der zwei Religionen zu entdecken und einiges zu der Geschichte dieser erfahren. Die kubanische Santería und das brasilianische Candomblé haben sich jahrhundertelang unabhängig voneinander entwickelt. Beide Religionen lassen sich auf das kulturelle Erbe Westafrikas zurückführen. Ein gebliebenes und besonders wichtiges Kulturgut, welches beiden innewohnt, ist die gemeinsame Sprache: das Yoruba.

Yoruba wird in Santería in Verbindung mit dem Spanischen und beim Candomblé zusammen mit dem Portugiesischen verwendet. Neben der Sprache, die spezifisch für diese Religionen ist, gibt Yoruba auch einem Volk seinen Namen, das im Gebiet um Daomé, im damaligen Nigeria befindet, jedoch in der heutigen Republik Benin, angesiedelt ist.

Beim Vortrag könnt ihr sowohl Einblicke in die Lieder und Gesänge von Santería und Candomblé bekommen, als auch deren Götter, die Orixás, kennenlernen. Wie einige von euch, die vielleicht sogar schon einmal an einem Ritual im Candomblé-Tempel teilgenommen haben, wissen, sind die Zeremonien geprägt von Regelwerken und festgelegten Abläufen. Die Tänze und Lieder sind vorgegeben und die Kleidung, immer in weiß, spielt bei den Ritualen eine wichtige Rolle.

In der Santería hingegen gibt es weniger Reglementierung bei öffentlichen Ritualen. Es gibt keine Institution, wie im Candomblé, sondern die Angehörigen der Santería wohnen mit ihren Orixás und integrieren sie so sehr stark in ihren Alltag.

Wir laden euch herzlich dazu ein die beiden Religionen im Forum Brasil kennenzulernen. Sie werden sowohl wissenschaftlich betrachtet als auch von den beiden Babalorixás verglichen. Wir können mit ihnen zusammen die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Santería und des Candomblés entdecken.

Vortrag: Candomblé und Santería im Vergleich
Freitag 13. Januar 2012 um 19.30
Eintritt: 5 Euro
Forum Brasil e.V., Möckernstrasse 72, 10965 Berlin

Der Tanzworkshop

Murah Soares beim TanzenAm darauffolgenden Tag findet ein Tanzworkshop mit den beiden Pristern statt. Die Tänze, Riten und Bewegungen, die im Workshop erlernt werden können, sollen noch einmal die Verschiedenheit der zwei Religionen Candomblé und Santería aufzeigen.

Tanzworkshop: Candomblé und Santería
Samstag 14. Januar 2012 um 19.30
Workshopgebühr 40 Euro
Forum Brasil e.V., Möckernstrasse 72, 10965 Berlin

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.forum-brasil.de.

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Öffentliches Ritual zu Ehren Oxossi und Ogum

05.05.2011 von Forum Brasil

Am Samstag, den 07. Mai 2011 haben alle Freunde des Forum Brasil und des Tempels Ilê Obá Sileké, Anhänger des Candomblé und an der afro-brasilianischen Religion Interessierte die Chance an einem öffentlichen Ritual für die beiden Gottheiten Oxossi und Ogum teilzunehmen. Los geht es um 14:30 Uhr im Forum Brasil (in der Möckernstraße 72 in Kreuzberg).

 

Zur Religion Candomblé haben wir ja schon vor einiger Zeit etwas geschrieben.

Nun etwas zu den zwei von insgesamt meist 17 Orixás, für die das Ritual an diesem Wochenende stattfinden wird. Die Orixás sind die göttlichen Vorfahren der Menschen, Vermittler zwischen Mensch und Olorin – dem obersten göttlichen Prinzip – und Herrscher über die Natur. Ashé ist die immaterielle Energie, die der Mensch im Trancezustand erlangen kann und die ihn den Göttern näher bringt. In der Regel hat jeder Anhänger im Candomblé seinen eigenen Gott, dessen menschliche Eigenschaften repräsentativ für ihn stehen können:

Oxossi ist der Orixá des Waldes, der Jagd, der Ernährung, der Flora und Fauna und auch der Kunst. Sein Charakter ist die ständige Bewegung und die Konzentration auf die Jagd. Er schützt den Jäger genauso, wie er das Wild vor der Jagd schützt. Damit verdeutlicht er, dass nur zur eigenen Ernährung gejagt werden sollte. Sein schamanisches Prinzip verkörpert die Intelligenz im Umgang mit Flora und Fauna, seine Genügsamkeit und seinen Rückzug in den Wald. Er gilt als einer der intelligentesten Orixás, als bescheiden und rücksichtsvoll. In Meditation mit ihm spürt man förmlich sein hohes Maß an Konzentration und er hilft gerne Menschen mit Problemen neue Ziele anzugehen. Eine weitere Seite von Oxossi ist seine Vorliebe für Kunst. Ursprünglich galt er auch als Patron der Töpfer, Flechter und Holzschnitzer – allesamt Handwerke, die intelligente Inspiration, hohe Konzentration und Ruhe brauchten.

Ogum, ursprünglich als Herr des Metalls verehrt, gilt als dynamische Kraft voller Schwung, Jugend und Energie. Er ist zielgerichtet, energisch und in seiner Art unumstößlich in seiner kraftvollen, männlichen Energie. Ogum ist ein Krieger für das Gute und Symbol der Technologie, Entwicklung und Expansion. Er repräsentiert jene, die Natur verändernde Kraft, die durch den Eingriff des Menschen freigesetzt wird. Er ist Wegbereiter der Zivilisation, der arbeitende Mensch schlechthin und eine Heldenfigur par excellence. Ogums “Kinder” sind impulsiv, kampfeslustig, ehrenhaft, reiselustig, und sie begegnen den Veränderungen im Alltag positiv. Sie sind neugierig und beharrlich, mutig und bis an die Grenze zur Taktlosigkeit aufrichtig. Sie stecken voller nervöser Energie, die sich in physische Aktivität entladen muss. Darum sind sie auch häufig Sportler. Auch Frauen können “Töchter” von Ogum sein, als Archetyp repräsentiert er jedoch ein ausgeprägt männliches Verhaltensmuster. Wird er bei Zeremonien hinzugezogen, lässt er auch deutlich seine Freude über die Festlichkeit spüren. Ogum lässt sich in der Regel beim Tanzen nicht zweimal bbitten – er erscheint meist sehr schnell. Sicherlich haben gerade diese menschlichen Eigenschaften dazu geführt, dass Ogum sich großer Beliebtheit erfreut.

 

Das Ritual wird für alle Teilnehmer offen zugänglich sein und ist kostenlos. Es wird jedoch darum gebeten, in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) zu erscheinen. Beginn ist um 14:30 Uhr.

Wer noch mehr über den Candomblé erfahren will, kann sich bei uns telefonisch (030- 780 960 54) oder per Email (info@forum-brasil.de) für den am darauf folgenden Tag stattfindenden Workshop “Die Kraft der Götter” mit Babá Muralessy anmelden. Dieser findet von 12:00 bis 16:00 Uhr im Forum Brasil statt. Die Teilnahme kostet 40 Euro. Der Workshop beinhaltet Tänze, Rhythmen und Gesänge mit Geschichten und Ritualen aus dem afro-brasilianischen Candomblé und wird musikalisch live von einer Percussion-Band begleitet. Die TeilnehmerInnen werden gebeten weiße Kleidung (Frauen einen weißen Rock), ein weißes Tuch und weiße Kerzen mitzubringen sowie die seelische Bereitschaft für spirituelle Energiearbeit.

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Radio-Feature anlässlich des 80. Geburtstags von Mãe Beata de Yemanjá

18.01.2011 von Forum Brasil

Die brasilianische Candomblé-Priesterin, Frauenrechtlerin und Autorin aus Rio de Janeiro Mãe Beata feiert in diesen Tagen ihren 80. Geburtstag. Anlässlich ihres Ehrentages würdigt der rbb in einem 30-minütigen Radiofeature ihr Lebenswerk. Anzuhören ist der Beitrag heute (18. Januar 2011) um 19:00 Uhr im Radio oder per Livestream im Internet auf der rbb Website.

Seit Jahrzehnten engagiert sich Mãe Beata gegen religiöse Intoleranz, Diskriminierung aller Art, Rassismus, Gewalt gegen Frauen und gegen die Unterdrückung von Minderheiten besonders auch von Schwulen und Lesben. Hierfür erhielt sie vielfache nationale Auszeichnungen und internationales Renommee. Mãe Beata wurde als erste Vertreterin der afro-brasilianischen Religionen vom brasilianischen Bundessenat mit dem renommierten Frauen-Rechts- Preis „Mulher-Cidada Bertha Lutz 2007„ für ihr Lebenswerk geehrt. Der Bertha-Lutz-Preis wird jährlich an Frauen verliehen, die sich in herausragender Weise für die Bürger- und Menschenrechte sowie politischen Rechte der brasilianischen Frauen einsetzen.

Initiiert noch von der letzten in Brasilien lebenden afrikanischen Prinzessin Olga de Alaketu hat Mãe Beata in einem Vorort von Rio de Janeiro 1985 ihren eigenen Candomblé-Tempel aufgebaut, den sie bis heute leitet. Mãe Beata ist zutiefst mit dem im Forum Brasil beheimateten Candomblé-Tempel Ilé obá sileké von Babalorixá Murah Soares verbunden, den sie 2008 als direkte Repräsentanz ihres Tempels in Europa weihte.

In der Radiodokumentation über Mãe Beata werden Aufnahmen von ihr aus dem Forum Brasil zu hören sein ebenso wie Interviews u.a. mit Murah Soares, Martin Titzck und Reiseteilnehmerinnen von der Studienreise des Forum Brasils nach Brasilien im vergangenen Oktober, bei der die Reisegruppe auf Einladung von Mãe Beata zwei Tage in ihrem Tempel verbringen durfte.

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Öffentliches Ritual zu Ehren Xangó im Forum Brasil

26.07.2010 von Forum Brasil

Wir haben schon einmal über die afro-brasilianische Religion Candomblé geschrieben, die von Sklaven aus West-Afrika nach Brasilien gebracht wurde. In dieser werden etwa 16 Gottheiten verehrt. Diese Naturgötter heißen Orixás. Sie treten als Vermittler auf zwischen Olorin, dem obersten göttlichen Prinzip und uns, den Menschen. Die Kultstätten des Candomblé heißen „Terreiros“. An oberster Stelle stehen entweder eine Priesterin (Yalorixá) oder ein Priester (Babalorixá), die alle Rituale durchführen. Jeder Mensch hat nach dem Candomblé Qualitäten mindestens eines Orixás. Welcher Orixá zu einem gehört, kann die Yalorixá oder der Babalorixá durch das Kaurimuschel-Orakel (jogo de búzios) herausfinden. Die Orixás sind den Menschen sehr ähnlich und haben auch Schwächen oder können sich irren. Demgegenüber besitzen sie mystische Eigenschaften.

Xangó

Jedem Orixá werden außerdem ganz bestimmte Attribute zugeordnet, z.B. eine Farbe, ein Metall, ein Wochentag, eine Lieblingsspeise oder bestimmte Trommelschläge. Die meisten Gottheiten erfüllen konkrete Funktionen. Xangó gilt z.B. als Krieger. Zu seinen Ehren wird am 31. Juli 2010 ein öffentliches Ritual im Forum Brasil stattfinden. Xangó ist der Orixá des Donners, Blitzes und der Gerechtigkeit. Als sein Symbol gilt die Doppelaxt aus Kupfer, seine Farbe ist rot, sein Stein der Rubin. Der Mittwoch ist ihm als Tag zugeordnet. Lügner bestraft er mit seinen Blitzen und er rächt die von Ungerechtigkeit betroffenen Menschen. Xangó ist außerdem verantwortlich für die Verwaltung und das Rechtswesen. Die Mythen erzählen, er sei ein König, der zum Gott wurde.

Am darauf folgenden Sonntag, dem 01. August 2010, gibt Murah Soares im Forum Brasil den Workshop „Kraft der Götter“, wo er einen Einblick in die rituellen Tänze und Gesänge der Orixás gibt. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen am „Tanz mit den Göttern“ teilzunehmen. Mehr Infos dazu gibt es auf der Seite vom Forum Brasil.

Ritual zu Ehren Xangó:Workshop Kraft der Götter

Samstag, 31. Juli 2010

Beginn: 14:30 Uhr

Workshop “Kraft der Götter” mit Murah Soares:

Sonntag, 01. August 2010

12:00 – 16:00 Uhr

Bitte zu beiden Veranstaltungen in weißer Kleidung erscheinen!

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Was ist eigentlich “Candomblé”?

11.03.2010 von Wendy Koenig

Wer sich für Brasilien interessiert, der kommt am Thema Candomblé kaum vorbei. Aber was verbirgt sich eigentlich dahinter?

Candomblé bezeichnet eine Naturreligion, die ihren Ursprung in Westafrika hat und von Sklaven nach Brasilien gebracht wurde. Weltweit hat dieser schamanische Glaube ca. 80 Millionen Anhänger.

Über mehrere Jahrhunderte wurde die Candomblé-Religion von der katholischen Kirche unterdrückt. Seit den 70er Jahren ist sie in Brasilien offiziell anerkannt und wird vor allem im nordöstlichen Bahia praktiziert und hat außerdem Zig-Millionen Anhänger in verschiedensten Orten der Welt.

Im Candomblé werden 16 verschiedene Götter verehrt – die Orixás. Sie gelten als Vermittler zwischen Olorin, dem obersten göttlichen Prinzip, und den Menschen. Sie besitzen sowohl mystische als auch menschliche Qualitäten und herrschen über die Kräfte der Natur.

Passend zum Thema fand Ende letzten Jahres im Forum Brasil die Ausstellung “Orixas – Die Kraft der Elemente” von Gustavo Teixeira und Murah Soares statt. An drei Tagen stellten die beiden Künstler mit Bildern und Altären die afro-brasilianische Religion für alle Interessierten dar.

Jedem der Götter wurden passende Farben und Symbole zugeordnet, welche der brasilianische Künstler Gustavo Teixeira in seinen Kunstwerken auf imposante Art dargestellt hat.

Passend zu den verschiednenen Bildern hat Murah Soares, Mitgründer und Leiter des Forum Brasil, traditionelle Altäre ausgestellt.

Wen jetzt das Interesse gepackt hat, folgender Tipp:

Murah Soares bietet in regelmäßigen Abständen den Workshop “Kraft der Götter” mit traditionellen Tänzen und Gesängen an. Weitere Informationen dazu gibt es hier!

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Filmtipp: “Besouro” – Ein Kampf gegen Unterdrückung

01.03.2010 von Wendy Koenig

Vor kurzem haben wir über die brasilianischen Filme bei der Berlinale berichtet. Für all diejenigen, denen es nicht gelungen ist eines der begehrten Tickets zu ergattern oder anderweitig verhindert waren, stellen wir heute den Film “Besouro” etwas genauer vor.

Der Film spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und erzählt die spannende Geschichte des brasilianischen Capoeira- Kämpfers “Besouro”. Diese Zeit ist wesentlich geprägt durch Sklaverei und Unterdrückung und das obwohl die Sklaverei offiziell seit mehreren Jahrzehnten abgeschafft ist. Diese Ungerechtigkeit wollen sich die Schwarzen in der Region von Bahia nicht mehr länger gefallen lassen und schließen sich unter der Führung des Capoeira Mestres Alipilo zusammen um für ihre Freiheit zu kämpfen.

Bevor die Gruppe jedoch überhaupt die Gelegenheit bekommt sich zu währen, fällt der Mestre einem Attentat zum Opfer. Bei seinem Schüler Besouro verursacht dieser Vorfall tiefe Schuldgefühle, denn er war es, der an jenem Tag als Alipilos Leibwächter eingeteilt war.

Dieser Vorfäll lässt seine eigenen Männer zu Feinden werden. Folglich wird er nicht nur von den Sklaventreibern verfolgt und gesucht, sondern auch den aufgebrachten Anhängern Alipilos. Mit Hilfe seiner Capoeria-Künste gelingt es ihm jedoch immer wieder zu entkommen…

Bei dem Film handelt es sich um einen “Martial-Arts-Film”.

“Wusst ich doch” werden die Kenner unter euch jetzt denken, “Was ist das denn?” hingegen die Nicht-Experten auf diesem Gebiet.

Für diese, die zur letzteren Gruppe gehören hier eine kleine Erläuterung (aus Wikipedia): “Der Martial-Arts-Film ist die fernöstliche Variante des Actionfilms, angereichert mit artistischen Darbietungen von Kampfkünsten. Der eher körperbetonte Martial-Arts-Film beruht meist auf den artistischen Darbietungen von Kampfkünsten, die ästhetisch stilisiert sind. Sprachlich leitet sich die Bezeichnung “Martial” vom Kriegsgott “Mars” ab.”

Der portugiesischsprachige Trailer

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Ausstellung „Orixas – Die Kraft der Elemente“

05.12.2009 von Forum Brasil

von Gustavo Teixeira & Murah Soares

Kraft der Elemente“Orixas – Die Kraft der Elemente” ist eine Ausstellung über den afro-brasilianischen Candomblé in Berlin.
Am Wochenende vom 11.-13. Dezember 2009 lohnt es sich mal wieder bei uns im Forum Brasil in Berlin Kreuzberg vorbei zuschauen! Denn die brasilianischen Künstler Murah Soares und Gustavo Teixeira präsentieren eine sehenswerte Ausstellung, die Einblick in die Kunst der afro-brasilianischen Religion Candomblé bieten wird und vor allem ein ganz neues und interessantes Bild von Brasilien entstehen lassen wird.

Der Maler Gustavo Teixeira lebt seit nun einem Jahr in Berlin. Neben seiner Arbeit als Grafikdesigner entwirft er Zeichnungen der brasilianischen Sakralen Kunst. Hierbei beschäftigt er sich hauptsächlich mit den so genannten Orixas, den Göttern des Candomblé.
Des Weiteren stellt Murah Soares, der ebenfalls in Brasilien geboren und aufgewachsen ist, traditionelle Altäre der Candomblé Religion aus. Er selbst ist Babalorixa, also höchster Priester der Religion und zudem der Leiter des Berliner Kulturzentrums Forum Brasil.
Ein vielfältiges und buntes Begleitprogramm rahmt mit Percussion- und Tanzeinlagen die Ausstellung ein, wobei es immer wieder die Möglichkeit zu einen persönlichen Gespräch mit den Künstlern geben wird.

Programm:

Fr. 11. Dez.: 19 Uhr Vernissage mit Einführungsvortrag und Dialog

Sa. 12. Dez.: 14 Uhr Einführungsvortrag und Dialog
15 Uhr Percussion
17 Uhr Einführungsvortrag
18 Uhr Performance
19 Uhr Percussion
20 Uhr Tanz

So. 13. Dez.: 14 Uhr Einführungsvortrag
17 Uhr Einführungsvortrag
20 Uhr Tanz und Percussion

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