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Öffentliches Ritual zu Ehren Oxossi und Ogum

05.05.2011 von Forum Brasil

Am Samstag, den 07. Mai 2011 haben alle Freunde des Forum Brasil und des Tempels Ilê Obá Sileké, Anhänger des Candomblé und an der afro-brasilianischen Religion Interessierte die Chance an einem öffentlichen Ritual für die beiden Gottheiten Oxossi und Ogum teilzunehmen. Los geht es um 14:30 Uhr im Forum Brasil (in der Möckernstraße 72 in Kreuzberg).

 

Zur Religion Candomblé haben wir ja schon vor einiger Zeit etwas geschrieben.

Nun etwas zu den zwei von insgesamt meist 17 Orixás, für die das Ritual an diesem Wochenende stattfinden wird. Die Orixás sind die göttlichen Vorfahren der Menschen, Vermittler zwischen Mensch und Olorin – dem obersten göttlichen Prinzip – und Herrscher über die Natur. Ashé ist die immaterielle Energie, die der Mensch im Trancezustand erlangen kann und die ihn den Göttern näher bringt. In der Regel hat jeder Anhänger im Candomblé seinen eigenen Gott, dessen menschliche Eigenschaften repräsentativ für ihn stehen können:

Oxossi ist der Orixá des Waldes, der Jagd, der Ernährung, der Flora und Fauna und auch der Kunst. Sein Charakter ist die ständige Bewegung und die Konzentration auf die Jagd. Er schützt den Jäger genauso, wie er das Wild vor der Jagd schützt. Damit verdeutlicht er, dass nur zur eigenen Ernährung gejagt werden sollte. Sein schamanisches Prinzip verkörpert die Intelligenz im Umgang mit Flora und Fauna, seine Genügsamkeit und seinen Rückzug in den Wald. Er gilt als einer der intelligentesten Orixás, als bescheiden und rücksichtsvoll. In Meditation mit ihm spürt man förmlich sein hohes Maß an Konzentration und er hilft gerne Menschen mit Problemen neue Ziele anzugehen. Eine weitere Seite von Oxossi ist seine Vorliebe für Kunst. Ursprünglich galt er auch als Patron der Töpfer, Flechter und Holzschnitzer – allesamt Handwerke, die intelligente Inspiration, hohe Konzentration und Ruhe brauchten.

Ogum, ursprünglich als Herr des Metalls verehrt, gilt als dynamische Kraft voller Schwung, Jugend und Energie. Er ist zielgerichtet, energisch und in seiner Art unumstößlich in seiner kraftvollen, männlichen Energie. Ogum ist ein Krieger für das Gute und Symbol der Technologie, Entwicklung und Expansion. Er repräsentiert jene, die Natur verändernde Kraft, die durch den Eingriff des Menschen freigesetzt wird. Er ist Wegbereiter der Zivilisation, der arbeitende Mensch schlechthin und eine Heldenfigur par excellence. Ogums “Kinder” sind impulsiv, kampfeslustig, ehrenhaft, reiselustig, und sie begegnen den Veränderungen im Alltag positiv. Sie sind neugierig und beharrlich, mutig und bis an die Grenze zur Taktlosigkeit aufrichtig. Sie stecken voller nervöser Energie, die sich in physische Aktivität entladen muss. Darum sind sie auch häufig Sportler. Auch Frauen können “Töchter” von Ogum sein, als Archetyp repräsentiert er jedoch ein ausgeprägt männliches Verhaltensmuster. Wird er bei Zeremonien hinzugezogen, lässt er auch deutlich seine Freude über die Festlichkeit spüren. Ogum lässt sich in der Regel beim Tanzen nicht zweimal bbitten – er erscheint meist sehr schnell. Sicherlich haben gerade diese menschlichen Eigenschaften dazu geführt, dass Ogum sich großer Beliebtheit erfreut.

 

Das Ritual wird für alle Teilnehmer offen zugänglich sein und ist kostenlos. Es wird jedoch darum gebeten, in weißer Kleidung (Frauen mit weißem Rock) zu erscheinen. Beginn ist um 14:30 Uhr.

Wer noch mehr über den Candomblé erfahren will, kann sich bei uns telefonisch (030- 780 960 54) oder per Email (info@forum-brasil.de) für den am darauf folgenden Tag stattfindenden Workshop “Die Kraft der Götter” mit Babá Muralessy anmelden. Dieser findet von 12:00 bis 16:00 Uhr im Forum Brasil statt. Die Teilnahme kostet 40 Euro. Der Workshop beinhaltet Tänze, Rhythmen und Gesänge mit Geschichten und Ritualen aus dem afro-brasilianischen Candomblé und wird musikalisch live von einer Percussion-Band begleitet. Die TeilnehmerInnen werden gebeten weiße Kleidung (Frauen einen weißen Rock), ein weißes Tuch und weiße Kerzen mitzubringen sowie die seelische Bereitschaft für spirituelle Energiearbeit.

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Öffentliches Ritual zu Ehren Xangó im Forum Brasil

26.07.2010 von Forum Brasil

Wir haben schon einmal über die afro-brasilianische Religion Candomblé geschrieben, die von Sklaven aus West-Afrika nach Brasilien gebracht wurde. In dieser werden etwa 16 Gottheiten verehrt. Diese Naturgötter heißen Orixás. Sie treten als Vermittler auf zwischen Olorin, dem obersten göttlichen Prinzip und uns, den Menschen. Die Kultstätten des Candomblé heißen „Terreiros“. An oberster Stelle stehen entweder eine Priesterin (Yalorixá) oder ein Priester (Babalorixá), die alle Rituale durchführen. Jeder Mensch hat nach dem Candomblé Qualitäten mindestens eines Orixás. Welcher Orixá zu einem gehört, kann die Yalorixá oder der Babalorixá durch das Kaurimuschel-Orakel (jogo de búzios) herausfinden. Die Orixás sind den Menschen sehr ähnlich und haben auch Schwächen oder können sich irren. Demgegenüber besitzen sie mystische Eigenschaften.

Xangó

Jedem Orixá werden außerdem ganz bestimmte Attribute zugeordnet, z.B. eine Farbe, ein Metall, ein Wochentag, eine Lieblingsspeise oder bestimmte Trommelschläge. Die meisten Gottheiten erfüllen konkrete Funktionen. Xangó gilt z.B. als Krieger. Zu seinen Ehren wird am 31. Juli 2010 ein öffentliches Ritual im Forum Brasil stattfinden. Xangó ist der Orixá des Donners, Blitzes und der Gerechtigkeit. Als sein Symbol gilt die Doppelaxt aus Kupfer, seine Farbe ist rot, sein Stein der Rubin. Der Mittwoch ist ihm als Tag zugeordnet. Lügner bestraft er mit seinen Blitzen und er rächt die von Ungerechtigkeit betroffenen Menschen. Xangó ist außerdem verantwortlich für die Verwaltung und das Rechtswesen. Die Mythen erzählen, er sei ein König, der zum Gott wurde.

Am darauf folgenden Sonntag, dem 01. August 2010, gibt Murah Soares im Forum Brasil den Workshop „Kraft der Götter“, wo er einen Einblick in die rituellen Tänze und Gesänge der Orixás gibt. Wer sich davon angesprochen fühlt, ist herzlich eingeladen am „Tanz mit den Göttern“ teilzunehmen. Mehr Infos dazu gibt es auf der Seite vom Forum Brasil.

Ritual zu Ehren Xangó:Workshop Kraft der Götter

Samstag, 31. Juli 2010

Beginn: 14:30 Uhr

Workshop “Kraft der Götter” mit Murah Soares:

Sonntag, 01. August 2010

12:00 – 16:00 Uhr

Bitte zu beiden Veranstaltungen in weißer Kleidung erscheinen!

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3. Salão Transartes im Forum Brasil

24.06.2010 von Wendy Koenig

Es ist wieder einmal soweit. Unser Salon für brasilianische Künste Salão Transartes geht bereits in die 3. Runde. Nach den vergangenen zwei erfolgreichen Abenden mit talentierten brasilianischen und deutschen Künstlern, wollen wir euch einen weiteren dieser Art nicht lange vorenthalten. Auch dieses Mal werden es Elisabeth Antônia Maria Tuchmann und João Eduardo Albertini sein, die euch durchs sorgfältig ausgewählte Programm führen. Abgesehen von den bezaubernden Gastgebern werden uns vier weitere Künstler die Ehre erweisen.

Guilherme Castro

Der Carioca Guilherme Castro konnte seine ersten Erfolge in seiner brasilianischen Heimat als Bassist verzeichnen. Und zwar in der dortigen Theaterszene mit der Arbeit als Instrumentalist und Komponist.

Bald zog es ihn jedoch ins ferne Deutschland. Seit 1982 lebt der Brasilianer fern von seinem Heimatland. Nicht lange nach seiner Ankunft gründete der Künstler gemeinsam mit Ronaldo Folegatti und Dudu Tucci die Gruppe Amazonas und verzeichnete seither viele Erfolge in Kooperation mit unterschiedlichsten Künstlern. Des Weiteren unterrichtet Castro seit über 15 Jahren an der Universität der Künste in Berlin.

Eudinho Soares

Der studierte Musiker der staatlichen Universität von Fortaleza in Brasilien setzte sich schon früh mit der Musik auseinander. 1990, nach Beendigung seines Studiums kam er nach Berlin um hier seine Kenntnisse noch weiter zu vertiefen. Seither war er international viel unterwegs und wird uns hoffentlich auch im Forum Brasil mit seinen Gitarrenkünsten begeistern.

Gabriela Schwab hingegen wird uns eine tänzerische Performance darbieten. Die ebenso in Brasilien geborene Tänzerin bietet auf der Bühne eine Mischung aus Theater, Tanz und Zirkus. 2006 lernte sie die Berlinerin Mareike Heenemann kennen. Die beiden sind als deutsch-brasilianisches Luftartistikduo bekannt.

Karolina Trybala und Lars Stoermer Karolina Trybala & Lars Stoermer

Seit ihrem 15. Lebensjahr lebt die aus Polen stammende Sängerin in Deutschland. Die Unkenntnis der Sprache machte sie sich zum Vorteil und begann zu singen. Seit 2000 studiert Karolina Trybala Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Ihre musikalische Bandbreite reicht von Jazz, über Chanson bis hin zu lateinamerikanischen Klängen. Karolina Trybala und Lars Stoermer treten zusammen als Trybala-Stoermer-Duo auf. Der Saxophonist studierte am Music Department des Bath Spa College in England sowie an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover.

 

Wir ihr seht, wird euch mal wieder ein vielfältiges Programm geboten, dass ihr nicht verpassen solltet!

Wann? Samstag, 03. Juli 2010

Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr

 

Mit freundlicher Unterstützung von

Auswertiges Amt

Calumed

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Vortrag Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro im Forum Brasil

20.05.2010 von Wendy Koenig

Diese Woche bekommt ihr wieder einmal die Chance die brasilianische Kultur hautnah mitzuerleben.  Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro, weltweit renommierte Ethno-Linguistin der Universität Salvador in Brasilien, wird bei uns im Forum Brasil einen spannenden Vortrag über„Afrikanische Einflüsse in der Alltagskultur Brasiliens“ am Beispiel 3 großer Candomblé-Priesterinnen aus Salvador da Bahia halten. Als Begleitprogramm – quasi zum sinnlichen Erleben des Vorgetragenen – wird die Veranstaltung eingerahmt durch die Aufführung von afro-brasilianischer Musik und Tanz durch die in Berlin lebenden brasilianischen Künstler Murah Soares & Parana Bomfim.

Der Einfluss verschiedener Kulturen aufeinander ist nicht etwa ein ausschließlich moderner Prozess der Globalisierung. Vielmehr ist es ein Prozess der quasi schon immer -mal mehr, mal weniger intensiv- stattgefunden hat und folglich auch in Zukunft stattfinden wird. So ist zum Beispiel die brasilianische Kultur stark durch afrikanische Einflüsse geprägt, die durch die versklavten Menschen aus Westafrika nach Brasilien gelangt sind. Speziell auf dieses Thema wird Prof. Dr. Yeda Pessoa de Castro, profunde Kennerin dieser Ströme in anschaulicher und zugleich unterhaltsamer Art am Mittwoch den 26. Mai 2010 eingehen, indem sie die kulturellen Ausprägungen afrikanischen Ursprungs in Brasilien aufzeigt und somit deren historischen Wurzeln verdeutlicht. Mit der Intention die unbeschreiblich facettenreiche brasilianische Kultur auch abseits von Stereotypen in Deutschland bekannt werden zu lassen wird sie insbesonders  auf das Leben und die Lebenswerke drei großer Candomblé-Priesterinnen aus Salvador da Bahia eingehen.

Nutzt diese kostenlose Möglichkeit euer Weltbild zu erweitern und diskutiert mit uns am Mittwoch, den 26. Mai 2010 um 19.30 Uhr dieses spannende Thema.

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Kostenlose Capoeira-Roda mit Mestre Bailarino

04.03.2010 von Forum Brasil

- Capoeira ist nicht in Worte zu fassen, Capoeira muss man erleben –

Die Möglichkeit Capoeira zu erleben bekommt ihr Ende diesen Monats bei uns im Forum Brasil! Denn dann findet wieder einmal eine sogenannte Roda (portug. „Kreis“, „Runde“) mit Mestre Bailarino statt. Der Eine oder Andere von euch hat vielleicht schon einmal  eine Solche miterlebt und dabei die Suchtgefahr dieses Sportes persönlich erfahren.

Jeder ist herzlich eingeladen – vom Anfänger bis zum Profi, aber für Neulinge lohnt es sich natürlich ganz besonders! Die Verbindung von Tanz und Musik macht Capoeira zu einem aufregenden Sport und bietet eine gelungene Abwechslung zum Alltag.

Eine kurze Erklärung für diejenigen, die sich mit dem brasilianischen Kampftanz noch nicht so gut auskennen: Während der Kolonialzeit wurde Capoeira von Sklaven aus Westafrika nach Brasilien gebracht und weiterentwickelt. Das Capoeira-Spiel findet meist in einer Roda statt, die aus einem Kreis von Capoeiristas und Musikern besteht.

Mestre Bailarino hat als Capoeirista im dritten Meistergrad viel Erfahrung und war als Lehrer schon in einigen Ländern unterwegs. Er lehrt Capoeira in allen Schwierigkeitsstufen, u.a. auch im Forum Brasil. Wer gerne einmal in die Welt des Capoeira eintauchen möchte, sollte sich den 27. März unbedingt im Kalender anstreichen. Capoeira – fließende Bewegungen, Musik, ein Stück Brasilien, Emotion oder ganz einfach eine Lebenseinstellung.

Eintritt ist frei. Alle weiteren Informationen findet ihr in Kürze auf unserer Hauptseite.

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