Was ist eigentlich “Candomblé”?
11.03.2010 von Wendy KoenigWer sich für Brasilien interessiert, der kommt am Thema Candomblé kaum vorbei. Aber was verbirgt sich eigentlich dahinter?
Candomblé bezeichnet eine Naturreligion, die ihren Ursprung in Westafrika hat und von Sklaven nach Brasilien gebracht wurde. Weltweit hat dieser schamanische Glaube ca. 80 Millionen Anhänger.
Über mehrere Jahrhunderte wurde die Candomblé-Religion von der katholischen Kirche unterdrückt. Seit den 70er Jahren ist sie in Brasilien offiziell anerkannt und wird vor allem im nordöstlichen Bahia praktiziert und hat außerdem Zig-Millionen Anhänger in verschiedensten Orten der Welt.
Im Candomblé werden 16 verschiedene Götter verehrt – die Orixás. Sie gelten als Vermittler zwischen Olorin, dem obersten göttlichen Prinzip, und den Menschen. Sie besitzen sowohl mystische als auch menschliche Qualitäten und herrschen über die Kräfte der Natur.

Passend zum Thema fand Ende letzten Jahres im Forum Brasil die Ausstellung “Orixas – Die Kraft der Elemente” von Gustavo Teixeira und Murah Soares statt. An drei Tagen stellten die beiden Künstler mit Bildern und Altären die afro-brasilianische Religion für alle Interessierten dar.
Jedem der Götter wurden passende Farben und Symbole zugeordnet, welche der brasilianische Künstler Gustavo Teixeira in seinen Kunstwerken auf imposante Art dargestellt hat.
Passend zu den verschiednenen Bildern hat Murah Soares, Mitgründer und Leiter des Forum Brasil, traditionelle Altäre ausgestellt.
Wen jetzt das Interesse gepackt hat, folgender Tipp:
Murah Soares bietet in regelmäßigen Abständen den Workshop “Kraft der Götter” mit traditionellen Tänzen und Gesängen an. Weitere Informationen dazu gibt es hier!


