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Gleich mehrfach ausgezeichnet: “Waste Land” der Film

26.03.2010 von Forum Brasil

Die Berlinale 2010 ist schon wieder einige Wochen her, aber wir wollen uns nicht lumpen lassen, euch einen weiteren brasilianischen Film aus der Kategorie „Panorama“ vorzustellen. Was kaum an die Öffentlichkeit drang: Der Dokumentarfilm „Waste Land“ von Lucy Walker wurde mit gleich zwei Auszeichnungen geehrt. Neben dem Panorama-Publikumspreis, der mittlerweile seit 1999 vergeben wird, bekam die Dokumentation außerdem den „Amnesty International Film Award“ verliehen.

Worum geht es in dem Film?

Im Mittelpunkt von „Waste Land“ steht der in São Paulo geborene Künstler Vik Muniz. Er zählt zu den wichtigsten brasilianischen Künstlern der Gegenwart und lebt heute vorwiegend in New York. Bekannt geworden ist Muniz durch seine großformatigen Kunstwerke aus den verschiedensten Materialien. Für das Filmprojekt begibt sich Vik Muniz in Rio de Janeiro auf eine der größten Müllkippen der Welt, den Jardim Gramacho. Die Menschen, die dort den Müll sortieren, werden „catadores“, Pflücker, genannt. Von ihnen schießt Muniz Portraits, die er dann in einem leeren Fabrikgebäude auf den Boden projiziert. Die catadores legen die Bilder schließlich mit den gesammelten Stoffen aus: aus Müll entsteht Kunst. Auch das lichtet Muniz ab, um die Fotografien letztlich in Rio de Janeiro auszustellen und später in London zu versteigern. Das Geld kommt der Müllwerkergewerkschaft zugute.

Ein sehr gelungener Film über die Würde des Menschen.

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Filmtipp: “Besouro” – Ein Kampf gegen Unterdrückung

01.03.2010 von Wendy Koenig

Vor kurzem haben wir über die brasilianischen Filme bei der Berlinale berichtet. Für all diejenigen, denen es nicht gelungen ist eines der begehrten Tickets zu ergattern oder anderweitig verhindert waren, stellen wir heute den Film “Besouro” etwas genauer vor.

Der Film spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und erzählt die spannende Geschichte des brasilianischen Capoeira- Kämpfers “Besouro”. Diese Zeit ist wesentlich geprägt durch Sklaverei und Unterdrückung und das obwohl die Sklaverei offiziell seit mehreren Jahrzehnten abgeschafft ist. Diese Ungerechtigkeit wollen sich die Schwarzen in der Region von Bahia nicht mehr länger gefallen lassen und schließen sich unter der Führung des Capoeira Mestres Alipilo zusammen um für ihre Freiheit zu kämpfen.

Bevor die Gruppe jedoch überhaupt die Gelegenheit bekommt sich zu währen, fällt der Mestre einem Attentat zum Opfer. Bei seinem Schüler Besouro verursacht dieser Vorfall tiefe Schuldgefühle, denn er war es, der an jenem Tag als Alipilos Leibwächter eingeteilt war.

Dieser Vorfäll lässt seine eigenen Männer zu Feinden werden. Folglich wird er nicht nur von den Sklaventreibern verfolgt und gesucht, sondern auch den aufgebrachten Anhängern Alipilos. Mit Hilfe seiner Capoeria-Künste gelingt es ihm jedoch immer wieder zu entkommen…

Bei dem Film handelt es sich um einen “Martial-Arts-Film”.

“Wusst ich doch” werden die Kenner unter euch jetzt denken, “Was ist das denn?” hingegen die Nicht-Experten auf diesem Gebiet.

Für diese, die zur letzteren Gruppe gehören hier eine kleine Erläuterung (aus Wikipedia): “Der Martial-Arts-Film ist die fernöstliche Variante des Actionfilms, angereichert mit artistischen Darbietungen von Kampfkünsten. Der eher körperbetonte Martial-Arts-Film beruht meist auf den artistischen Darbietungen von Kampfkünsten, die ästhetisch stilisiert sind. Sprachlich leitet sich die Bezeichnung “Martial” vom Kriegsgott “Mars” ab.”

Der portugiesischsprachige Trailer

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Brasilianische Filme bei der Berlinale

12.02.2010 von Forum Brasil

Heute ist es wieder so weit! Die diesjährige Berlinale hat begonnen.Berlinale Brasilianische Filme

Natürlich darf hierbei Brasilien nicht fehlen!

Deswegen hier für alle Interessierten ein Auszug dem brasilianischen Filmprogramm der Berlinale 2010:

PANORAMA
“Besouro- Da capoeira nasce um herói”
Brasilien 2009, 120 min.
Regie: João Daniel Tikhomiroff
Darsteller: Ailton Carmo, Jessica Barbosa, Anderson Santos de Jesus, Flávio
Rocha, Irandhir Santos, Besouro Mangangá, so nannte sich der legendäre Capoeirista Manuel Henrique Pereira

(1897-1924). Der Film erzählt seine Lebensgeschichte. Für den früh verwaisten Manuel Henrique Pereira ebnet die Capoeira den Weg zum Ruhm. In Mestre Alípio, einem der großen Meister der Capoeira, findet er einen hervorragenden Lehrer, der ihm die wesentlichen Tugenden des Tanzes vermittelt: Konzentrationsfähigkeit, Gerechtigkeitssinn und die Bereitschaft, die schwarze Bevölkerung Brasiliens aus der strukturellen Sklaverei zu befreien, in der sie Anfang der 1920er Jahre immer noch lebt. Zwar wird Besouro zum Helden, doch ist er auch ein Mann mit Leidenschaften. Dinorá, seine Jugendliebe, wird zur Liebe seines Lebens, die gleichwohl ein tragisches Ende findet. Denn auch die Liebe gehört zu den Kämpfen, denen Besouro nicht aus dem Weg geht. Käfer, heißt es, können nicht fliegen. Aber sie tun es. Und so, wie sie die Gesetze der Physik außer Kraft setzen, überwand sie auch der kämpfende Tänzer und tanzende Kämpfer, den sie in Brasilien Besouro nennen.

WANN UND WO
Mo. 15.2. 19.00 h Zoo Palast 1
Di. 16.2. 13:00 h CinemaxX 7
Mi. 17.2. 14:00 h International
Do. 18.2. 14:30 h Cubix 9
So. 21.2. 19:00 h Zoo Palast

PANORAMA-SPECIAL “Bróder”
Brasilien, 2009, 90 Min.
Regie: Jefferson De
Darsteller: Caio Blat, Jonathan Haagensen, Silvio Guindane, Cássia Kiss, Ailton Graça

Seit seiner Geburt lebt Macu am Stadtrand von São Paulo. An seinem Geburtstag trifft er zwei seiner besten Freunde aus seiner Kindheit, die fortgezogen sind. Jaiminho, das einstige Fußballass der Nachbarschaft, lebt mittlerweile in Spanien, wo er bei einem Verein unter Vertrag steht. Der andere Freund, Pibe, ist im Begriff, Versicherungsagent zu werden. Gemeinsam treffen sie sich auf einer Überraschungsparty, die Macus Mutter Dona Sonia vorbereitet hat. Obwohl die Freunde nicht mehr in der Nachbarschaft leben, sind sie noch eng mit dem Leben hier verbunden.

WANN UND WO
Mi. 17.2. 21.45h Zoo Palast 1
Do. 18.2. 13:00h CinemaxX 7
Fr. 19.2. 17:00h. Cubix 9
Sa. 20.2. 17:00h International

Fucking Different São Paulo
Deutschland/Brasilien 2009, 84 Minuten
10 Kurzfilme
von Rodrigo Diaz Diaz, Luiz René Guerra, Sabrina Greve, Joana Galvão, Monica Palazzo, Max Julien, Ricky Mastro, René Guerra, Silvia Lourenço,
Gustavo Vinagre, Herman Barck, Luciana Lemos, Elzemann Neves

Dies ist der vierte Film der von Kristian Petersen produzierten Konzeptserie FUCKING DIFFERENT. Die Filmemacher aus São Paulo entwickelten ihre Episoden bei einem Scriptworkshop während des 16. Mix Brasil Festivals. Der brasilianische Beitrag zur Serie enthält ganz unterschiedliche Genres. Zwölf Geschichten, in denen Frauen die schwule Welt betrachten und Männer die lesbische.

WANN UND WO
So. 14.2. 22.30 h Cubix 7
Mi. 17.2. 22.30 h CineStar 7
So. 21.2. 17.00 h CineStar

Panorama Dokumente „Waste Land“
Großbritannien, Brasilien, 2010, 99 Min.
Regie: Lucy Walker, João Jardim, Karen Harley
Vik Muniz, 1961 in São Paulo geboren, gilt als einer der wichtigsten brasilianischen Gegenwartskünstler, seit Mitte der 80er Jahre lebt er vorwiegend in New York. Für seine großformatigen Arbeiten verwendet er die unterschiedlichsten Materialen: Lebensmittel ebenso wie Müll. Vik Muniz hat sich wiederholt auch sozial engagiert. Mit WASTE LAND dokumentiert Lucy Walker eines seiner aufwendigsten Projekte: Die Entstehung einer Installation im Jardim Gramacho, einer der größten Mülldeponien der Welt. Sie liegt in einem Außenbezirk von Rio de Janeiro, dort, wo die Ärmsten der Armen leben. Viele von ihnen leben vom Müll, indem sie ihn auf die unterschiedlichste Weise recyceln. Man nennt sie Catadores (Sammler), und mit ihnen arbeitete Vik Muniz bei diesem Projekt zusammen.

WANN UND WO
Sa. 13.2. 17:00h International
So. 14.2. 14:30h CineStar 7
Fr. 19.2. 22:30h CineStar 7
So 21.2. 15:30h Colosseum 1

Generation 14Plus
„Os Famosos e os Deundes da Morte“(The Famous and the Dead)

Brasilien, 2008, 110 Min.
Regie: Esmir Filho
Darsteller: Henrique Larré, Ismael Caneppele, Tuane Eggers, Samuel
Reginatto, Áurea Baptista, Adriana Seiffert

Esmir Filho: Ich mag die Art, wie Teenager über die Welt denken. Ihre Gefühle sind stärker, und sie lassen sich leichter von den Möglichkeiten verführen, die das Leben mit sich bringen kann. Sie beginnen, vieles von sich zu entdecken, und versuchen ihre verborgenen Gefühle zu bekämpfen. Wenn wir erwachsen sind, scheint uns alles, was wir durchgemacht haben, trivial, dabei war es eine Phase, die für uns alle erschreckend und auch klärend war. Darum mag ich mich mit Teenage-Angst beschäftigen, mit der Melancholie, Rebellion, Unsicherheit und Einsamkeit, die diese Lebensphase mit sich bringt.

WANN UND WO
So. 14.2. 14:30h Babylon-Mitte
Di. 16.2. 15:30h Cubix 8
Do. 18.2. 19:30h Babylon-Mitte

Forum
O Dragão da Maldade contra o Santo Guerreiro | Antonio das Mortes

Weltpremiere der restaurierten Fassung
Brasilien 1969, 95 Min.
Regie Glauber Rocha
Darsteller: Maurício do Valle, Odete Lara, Othon Bastos, Hugo Carvana, Jofre Soares,
Lorival Pariz, Rosa Maria Penna, Emanuel Cavalcanti, Mario Gusmào

Mit einer zeitgenössischen Adaption der Geschichte vom Drachentöter St. Georg fand Rocha 1969 ein Sinnbild für die brasilianische Militärdiktatur, die zu jener Zeit ihre repressivsten Züge angenommen hatte.

WANN UND WO
Mi. 17.2 13:45h CineStar 8 (Paloma Rocha ist anwesend)
Do. 18.2. 16:15h Delphi Filmpalast (Paloma Rocha ist anwesend)

Weitere Informationen zu anderen Filmen, Preisen und so weiter findet ihr hier. Das Forum Brasil wünscht in jedem Fall viel Spaß!

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